"Menschenhass hat in unseren Gemeinden keinen Platz“

02.07.2019 12:44

Nach missglücktem Sabotageakt gegen Kommunalpolitiker: SSW-Landeschef Flemming Meyer fordert zu gesellschaftlichem Zusammenhalt auf.

Der Schafflunder Kommunalpolitiker Erik Schaller (SSW) ist nur knapp einem lebensgefährlichen Sabotageakt entkommen.

Ein oder mehrere unbekannte Täter waren in der Nacht zu Montag auf das Grundstück des SSW-Politikers eingedrungen und hatten die Radmuttern am rechten Vorderrad seines Autos gelöst. Die Manipulation fiel auf, als der Kommunalpolitiker gestern mit der Familie in den Urlaub starten wollte und merkwürdige Geräusche vernahm.

Bereits im Janauar hatte Erik Schaller eine telefonische Morddrohung erhalten, weil er einen Ausflug in das Konzentrationslager Auschwitz plante. Man werde linke Schweine wie ihn ausrotten, drohte der anonyme Anrufer. Schaller ließ sich jedoch nicht einschüchtern, sondern meldete den Vorfall der Polizei und führte den Ausflug wie geplant durch.

SSW-Landeschef Flemming Meyer verurteilte den gestrigen Sabotageakt aufs Schärfste:

"Das hier ist kein Dummejungenstreich, sondern ein Angriff auf unsere Zivilgesellschaft. Und ich erwarte, dass Staats- und Verfassungsschutz den versuchten Anschlag auch genau in diesem Kontext einordnen und ermitteln", so Meyer.

Jetzt sei gesellschaftlicher Zusammenhalt gefragt, sagte Flemming Meyer:

"Wir werden uns von diesen rechtsradikalen Spinnern nicht einschüchtern lassen. Steht auf gegen Rechts. Passt auf einander auf, haltet Augen und Ohren offen. Sie sollen wissen, dass wir mehr sind, und dass Menschenhass in unseren Gemeinden keinen Platz hat."