SSW: Klares Nein zu Fracking und CCS

09.05.2019 14:20

Der SSW-Hauptausschuss hat sich am gestrigen Mittwoch entschieden gegen die Anwendung von Fracking- und CCS-Technologien in Deutschland ausgesprochen.

Die Risiken für Mensch und Umwelt seien weiterhin nicht absehbar, deshalb seien diese Technologien konsequent abzulehnen, erklärte Vorstandsmitglied Peter Knöfler.

Zudem beschloss der SSW Hauptauschuss, der Volksinitiative zum Schutz des Wassers als offizieller Bündnispartner beizutreten. Die Initiative setzt sich unter anderem für eine Änderung des Landeswassergesetzes in Schleswig-Holstein ein, die Fracking in Schleswig-Holstein dauerhaft untersagt.
Die umstrittene Fracking-Technologie dient der Gewinnung von Erdöl und Erdgas. Durch das Einpressen von Flüssigkeiten in den Untergrund werden diese fossilen Brennstoffe an die Oberfläche befördert. In den USA und anderen Fracking-Ländern hat diese Technologie bereits zu massiven Umweltschäden geführt.

CCS dient hingegen der unterirdischen Speicherung von CO2. Auf Bundesebene wird erwägt diese Technologie einzusetzen, um das Erreichen der deutschen Klimaziele zu begünstigen. SSW-Landeschef Flemming Meyer lehnt dies entschieden ab:
„Die CCS-Technik birgt enorme geologische Risiken. Es reicht nicht, das Kohlendioxid einfach unter den Teppich zu kehren. Ziel der Bundesregierung muss sein, die Produktion von Treibhaus-Emissionen dauerhaft zu senken“, so Meyer.