Ausstellung zur Stadtgeschichte

FL35 20.09.2016 09:48

Erich Seifen: „Wir sind einen entscheidenden Schritt weiter.“

Flensburg blickt auf eine wechselvolle und spannende Geschichte zurück. Doch eine entsprechende Ausstellung sucht man bislang vergebens. SSW-Ratsherr Erich Seifen: „Viele Schülerinnen und Schüler wissen gar nicht, welche Rolle Flensburg im 20. Jahrhundert gespielt hat.“ Um das zu ändern, und auch den Gästen ein attraktives Angebot zu machen, hat sich die Ratsversammlung für die Entwicklung eines entsprechenden Konzepts ausgesprochen. Erich Seifen, kulturpolitischer Sprecher seiner Fraktion: „Es wird kein Museum geben. Das möchte ich angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt noch einmal ausdrücklich klarstellen. Stattdessen geht es um eine Ausstellung, die in 3 Stufen verwirklicht werden soll.

1. Stufe: Dezentrale und begleitende virtuelle Ausstellung Flensburg 1848 – 2020.

2. Stufe: Sonderausstellung „Flensburg 100 Jahre Grenzstadt 1920 – 2020“

Schwerpunktthemen: Grenzabstimmung 1920, nationalsozialistische Diktatur,

Kriegsende, Flüchtlinge, Geschichte der Minderheiten.

3.Stufe: eventuell Übergang in eine Dauerausstellung; Titel: „Flensburg Stadt- und Grenzgeschichte 1848 – 2020“.

In den letzten Monaten war unter anderem das Eckenerhaus in der Norderstraße als Museum für Flensburger Stadtgeschichte ins Gespräch gebracht worden. Seifen: „Bereits im November lehnte der SSW diese Idee ab. Wir werben für eine Dauerausstellung, die zum 100. Jahrestag der Grenzabstimmung gefertigt werden sollte. Entsprechendes Material liegt vor, ebenso wie entsprechendes Knowhow durch deutsche und dänische Historiker in der Region.“ 

Der Ausschuss für Kultur hat erfahrene Ausstellungsmacher eingeladen und um ihre Konzepte gebeten. Seifen: „Die Agentur gwf hat sich überzeugend präsentiert. Die Hamburger haben mit der innovativen Sprachen-Ausstellung im Nordfriisk Instituut bereits eine beeindruckende Visitenkarte  in der Region vorgelegt. Die Präsentation der Flensburger Stadtgeschichte wäre damit in guten Händen. Jetzt sind wir einen entscheidenden Schritt weiter.“