Susanne Schäfer-Quäck: Bestehendes gerecht zu nutzen ist allemal besser als gar kein Sport

FL27 26.05.2016 17:13

Sportentwicklungsplan gibt Weg vor

SSW-Fraktionsvorsitzende Susanne Schäfer-Quäck bedankt sich bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und den ehrenamtlichen Sportlerinnen und Sportlern, die viel Liebe und Kenntnis in den Sportentwicklungsplan gesteckt haben, der auf der Ratsversammlung verabschiedet wurde. „Das Ehrenamt hat es nicht immer leicht. Das wissen wir hier in der Ratsversammlung ja aus erster Hand. Darum kann man die Bedeutung des Sportentwicklungsplanes gar nicht unterschätzen. Die Ehrenamtler haben jetzt in Flensburg eine gute Planungsgrundlage in der Hand, an der sie selbst mitgewirkt haben. Also kein Plan mit dem Absender Wolkenkuckucksheim, sondern eine belastbare Grundlage für die nächsten Jahre. 

Ich weiß aus den Gesprächen mit vielen Vereinen, dass die gute Zusammenarbeit der letzten Monate Lust auf mehr gemacht hat. Insgesamt ein Jahr haben die Verhandlungen und Gespräche gedauert. Die Vereine wollen jetzt so schnell wie möglich Nägel mit Köpfen machen. 

Der Druck ist enorm, weil sich ein enormer Investitionsstau der Sportstätten in den letzten, mageren Haushaltsjahren aufgebaut hat. Umso ärgerlicher waren die Vereinsegoismen in der Vergangenheit. Nach dem Motto: wer am lautesten schreit, bekommt am schnellsten etwas. Fehlplanungen waren da einprogrammiert. Dass wir jetzt darüber nachdenken, die Schulsportplätze für die Spieler der E-, F- und G- Jugend zu öffnen, und zwar unabhängig von der Vereinszugehörigkeit, ist der richtige Schritt. Bestehendes gerecht zu nutzen ist allemal besser als gar kein Sport. Und genau das droht ja, weil Laufbahnen defekt, Duschen kaputt oder Turnhallenbeläge einfach marode sind. 

Der Sportentwicklungsplan hat einen neuen Prozess in der Stadt in Gang gebracht. Die Kommunikation ist dabei von großem Nutzen. Vereine, die ausschließlich über eigene Anlagen verfügen, sind nämlich in der Minderzahl. Daher müssen sich die Vereine zusammensetzen und Nutzungskonzepte aushandeln. Der Koordinierungsbedarf ist größer, aber der Mitteleinsatz ist insgesamt besser. Ich begrüße es an dieser Stelle ausdrücklich, dass der Oberbürgermeister nach Möglichkeiten sucht, einen Sportkoordinator in der Stadtverwaltung fest zu verankern. Dieser Ansprechpartner wird viele Wege verkürzen und damit dem Ehrenamt neue Freiräume schaffen. Ehrenamt ist nämlich auf professionelle Unterstützung angewiesen. Ansonsten funktioniert der Sport nur mittels Selbstausbeutung. Und die hatten wir lange genug.