Tarife sichern Arbeitsplätze

FL29-17 12.04.2017 22:10

Christian Dirschauer: Kein öffentliches Geld ohne Tarife!

SSW-Direktkandidat Christian Dirschauer besuchte heute das AWO-Servicehaus am Sandberg: „Eine beeindruckende Einrichtung mit Vorbildcharakter. Das ist die Leistung von hochmotivierten und engagierten Pflegekräften. “ Doch wie sieht diese Arbeit in der Zukunft aus? Hilft die Einrichtung einer Pflegekammer? Oder droht bald ein Pflegenotstand? Diese und andere Fragen diskutierte Christian Dirschauer, selbst AWO-Mitglied, mit den Betriebsräten Oliver Buhmann und Knut von der Soesten sowie mit dem Leiter der Flensburger Servicehäuser Rainer Mühe. Dirschauer: „Bei der AWO feiert man viele Betriebsjubiläen. Die langjährige Betriebszugehörigkeit ist ein Indiz für eine hohe Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen. Für mich liegt auf der Hand, dass das auch etwas mit der guten Arbeit des Betriebsrates zu tun hat und mit der Anwendung des Tarifvertrages.“

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gehört zwar zu den großen Anbietern in der Pflege, muss sich aber tagtäglich der Konkurrenz anderer Anbieter stellen. „Besonders in diesem sensiblen Bereich tue ich mich schwer mit dem Gewinnstreben von Investoren. Renditen lassen sich nämlich nur auf dem Rücken der Beschäftigten erzielen. Darum werde ich in Kiel weiteren Privatisierungsbestrebungen die Rote Karte zeigen. Der SSW setzt sich für Tariftreue ein. Das gilt auch und gerade für die Pflege! Mit mir wird es keinen einzigen Steuer-Cent ohne Arbeitsplatzgarantie geben. Kein öffentliches Geld ohne Tarife. Tarifverträge sind eine sinnvolle Investition in die Zukunft.“