Wahlwerbung begrenzen

FL 34-2017 04.07.2017 14:10

Susanne Schäfer-Quäck: Stopp dem Wildwuchs

Die FDP-Fraktion beantragt im Hauptausschuss mehr Flächen für Wahlwerbung. Die SSW-Fraktionsvorsitzende Susanne Schäfer-Quäck ist nicht überzeugt: „Die Stadt ermöglicht an 46 zentralen Stellen Wahlwerbung. Ob die Standorte noch angemessen sind, sollten wir überprüfen. Aber eine Plakatierung jedes Laternenpfahls lehnt der SSW entschieden ab. Die derzeitige Regelung erlaubt auch den kleinen Parteien ohne großen Aufwand eine angemessene Sichtbarkeit. Gerade die kleinen Parteien können in der Materialschlacht der großen Parteien nicht mithalten.“ 

Die SSW-Ratsfrau macht darüber hinaus das Wachstum großer Werbeflächen Sorgen: „Ich fühle mich als Autofahrerin bereits jetzt an einigen Stellen abgelenkt. Es sollten also nicht noch weitere Tafeln dazukommen, wie die so genannten Wesselmann-Tafeln, die im Landtagswahlkampf gefühlt an jedem Straßenkreisel standen. Ich empfand es als wohltuend, dass die Tafeln in Flensburg nicht aufgestellt wurden. Darum sage ich: Stopp dem Wildwuchs.“

Angesichts des nahenden Kommunalwahlkampfes fordert der SSW die Stadt auf, Maßnahmen zur Verbesserung der Wahlbeteiligung zu ergreifen. Schäfer-Quäck: „Ich könnte mir gut einen überparteilichen Wahlaufruf am Deutschen Haus vorstellen, wo eine Werbefläche schon seit Jahren zur Verfügung steht.“