Wildwuchs schadet gesamter Region

FL 39-2017 07.11.2017 14:51

Susanne Schäfer-Quäck: Alleingang mit Folgen

Letzte Woche wurden Pläne zur Erweiterung des Scandinavian Parks in Handewitt bekannt. „Ich dachte, ich konnte meinen Ohren nicht trauen, als ich von der anstehenden Eröffnung eines so genannten Outdoor-Marktes im Scandinavian Park hörte. Der Ausbau um fast einen Hektar Verkaufsfläche ist ein massiver Eingriff in den Einzelhandel der Nachbarn. Ich befürchte, dass das in Handewitt durchaus einkalkuliert ist. Der Verweis auf Neumünster und dessen Outlet-Center finde ich ziemlich kaltschnäuzig; schließlich geht es nicht um die Einrichtung des Scandinavian-Parks, sondern um eine nicht abgestimmte Erweiterung auf einer von Handewitt und Flensburg gemeinsam betriebenen Fläche. Dieser Alleingang wird Folgen haben: er schadet nicht nur den Mitbewerbern, sondern stellt die Zusammenarbeit in der Region insgesamt in Frage. Für mich ist das ein schwerer Rückschritt in der Stadt-Land-Kooperation. Was wird als nächstes kommen?“

Die SSW-Fraktion fordert die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange auf einzugreifen: „Bislang haben wir wirtschaftliche Ansiedlungs-Vorhaben im Rahmen der WIREG und der WEG gemeinsam erörtert. In diesem Fall werden Flensburg und Harrislee aber einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Das ist Wildwuchs; und der schadet der gesamten Region. Statt geplantem Vorgehen werden Tatsachen geschaffen nach dem Motto ‚Friss Vogel oder stirb‘. Ich warne vor den Folgen dieses Vertrauensbruchs und fordere die Oberbürgermeisterin auf, dass sie für den Stopp der Planungen sorgt. Zunächst einmal müssen die Nachbarn eingebunden werden.“