Gefährlicher Kreuzfahrt-Protest führt ins Leere: Klimaschutz geht anders

11.06.2019 14:35

Aktivisten hinderten am Wochenende durch eine gefährliche Protestaktion das Kreuzfahrtschiff „Zuiderdam“ im Kieler Hafen am Auslaufen. Nach dem Ende der Aktion fuhr das Schiff, um den Ankunftstermin in Kopenhagen zu halten und die Verzögerung aufzuholen, mit wesentlich höherer Geschwindigkeit und erhöhtem Treibstoffverbrauch weiter. Dazu erklärt der Vorsitzende der Kieler SSW-Ratsfraktion, Ratsherr Marcel Schmidt:

„Wir missbilligen die Aktion der sogenannten Klimaaktivisten. Durch ihren riskanten Eingriff in den Schiffsverkehr haben sie sich und andere gefährdet. Gleichzeitig haben sie de facto nichts bewirkt: Die ‚Zuiderdam‘ fuhr im Anschluss mit erhöhter Geschwindigkeit weiter nach Kopenhagen und hat damit insgesamt mehr Abgase in die Umwelt ausgestoßen, als sie es ohne die Protestaktion getan hätte. Das Anliegen der Aktivisten, teilen wir, aber ihre Form des Protests lehnen wir entschieden ab. Wir haben gemeinsam mit anderen Fraktionen in der Kieler Ratsversammlung eine Erklärung zum Klimanotstand beschlossen. Auch in der kommenden Sitzung der Ratsversammlung werden wir einen Antrag zum Klimaschutz einbringen.

Die Sorge um die Bezahlung der MitarbeiterInnen in der Hafen- und Seefahrtsbranche treibt auch uns um. Deshalb haben wir in der Ratsversammlung eine Große Anfrage gestellt zur Bezahlung der Mitarbeiter in den städtischen Betrieben. Wir werden uns bei der Auswertung dieser Anfrage die Bezahlung der Mitarbeiter des Seehafens Kiel sehr genau ansehen.“

Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel