Der SSW - meine Partei

Als Friese bin ich tief verankert im SSW, der sich als politische Vertretung der dänischen Minderheit und der Friesen in Schleswig-Holstein sieht. Nach meinem Studium begann ich mich um meine friesischen Wurzeln zu kümmern. Ich dachte, dass man mehr tun müsse, als nur friesisch sein, um etwas für sein Land und seine Leute tun zu können. Deshalb schloss ich mich dem SSW in Nordfriesland an, der als einzige Partei kontinuierlich eine friesische Position bezogen hatte.

Erstmals wurde ich, als wir unseren ältesten Sohn im dänischen Kindergarten anmeldeten, von der damaligen Leiterin angesprochen, ob ich nicht in der Kommunalpolitik mitarbeiten wolle. Schnell war der damalige Vorsitzende des SSW in Friedrichstadt zur Stelle und innerhalb kürzester Zeit fand ich mich in einem Ausschuss in Friedrichstadt wieder und war Mitglied der dortigen SSW-Fraktion. 

Genauso rasant ging es zu, als es darum ging, ob ich in einem Ausschuss auf Kreisebene für den SSW tätig werden wollte. Nachdem ich meine ersten kommunalpolitischen Schritte erfolgreich gegangen war, wurde ich Kreistagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender des SSW im Kreistag Nordfriesland. Diese Position hatte ich bis zu meinem Einzug in den Landtag im Jahr 2000 inne. 

Anfang der 1990er Jahre wurde ich auch Vorstandsmitglied im SSW-Ortsverein Friedrichstadt und Mitglied des SSW-Kreisvorstandes. Im Kreisvorstand arbeite ich bis heute mit. Nachdem ich 1995 nach Koldenbüttel umzog, begann ich dort ebenfalls politisch zu arbeiten. 1998 trat der SSW dort zum ersten Mal nach Jahrzehnten wieder bei einer Gemeinderatswahl an und wir schafften auf Anhieb den Einzug in den Gemeinderat. Von 1998 bis 2007 war ich für den SSW Gemeinderat tätig und auch Vorsitzender des SSW-Ortsvereins in Koldenbüttel. 

Seit 2000 bin ich Landtagsabgeordneter und habe so die Gelegenheit mit der SSW-Landtagsgruppe nicht nur die Interessen der dänischen Minderheit und der Friesen in Kiel zu vertreten, sondern auch konkrete Regionalpolitik für Nordfriesland, den Landesteil Schleswig und Schleswig-Holstein zu machen. Dabei muss der SSW glücklicherweise keine Kieler Parteiinteressen oder Berliner Regierungsinteressen berücksichtigen. Dadurch haben Nordfriesland und der Norden eine unanhängige Stimme im Landtag.