Außenausstellung auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing

17.02.2014 14:12

Antrag für die Kuratoriumssitzung Stiftung Nordfriesland, am 26.02.2014

Antrag zu TOP „Beratung und Beschlussfassung über die inhaltliche Erarbeitung und technische Umsetzung einer wissenschaftlichen Außenausstellung auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing“

Die Fraktion des SSW beantragt:

„Vorbehaltlich der Aufgabenübertragung durch den Kreis Nordfriesland und dem Übergang der KZ-Gedenkstätte ins Eigentum der Stiftung beschließt das Kuratorium der Stiftung Nordfriesland die inhaltliche Erarbeitung und technische Umsetzung einer wissenschaftlichen Außenausstellung auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing. Die Finanzierung erfolgt durch bereits zugesagte, zweckgebundene Spenden sowie aus Mitteln der Bürgerstiftung, so dass ein Gesamtbetrag von ca. 100.000 € zur Verfügung steht. Für die Stiftung selbst sollen keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Bei der wissenschaftlichen Erarbeitung soll eng mit der KZ-Gedenkstätte Ladelund zusammengearbeitet werden. Die wissenschaftliche Arbeit soll durch eine Historikerin bzw. einen Historiker erfolgen, der Auftrag wird möglichst im Rahmen eines Werkvertrages, sonst alternativ über eine befristete Festanstellung (0,5 Stellen) vergeben.

Die Leitung des Projektes erfolgt durch eine vierköpfige Steuerungsgruppe, bestehend aus dem Vorsitzenden des Stiftungskuratoriums, der Geschäftsführerin der Stiftung Nordfriesland, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter und einem Vertreter der Gedenkstätte Ladelund, in Absprache mit dem Künstler Ulrich Lindow.“

Begründung:

Der Stiftung Nordfriesland, der der nordfriesische Kreistag die Trägerschaft für die Gedenkstätte Husum-Schwesing übertragen hat, wurde erfreulicherweise eine hohe Spende für die Gedenkstätte in Aussicht gestellt. Diese ist zweckgebunden an eine wetterfeste Außenausstellung auf dem Gelände der Gedenkstätte Husum-Schwesing.

Zwar hat der Kreis grundsätzlich die Umsetzung des Konzeptes von Frau Heldt, Dr. Bästlein und Dr. Leppien beschlossen. Eine entsprechende Finanzierung ist aber momentan nicht absehbar. Eine wetterfeste Außenausstellung ist daher eine bestmögliche mittelfristige Lösung, um zumindest einen Teil der Geschichte des KZ-Außenlagers Schwesing auf dem Gelände zu vermitteln. Darüber hinaus böte eine Ausstellung die Basis für ein pädagogisches Konzept.

Eine ausschließliche Fixierung auf das sogenannte große Konzept könnte dazu führen, dass am Ende überhaupt keine Weiterentwicklung auf dem Gelände stattfindet. Von daher ist es wichtig, eine kleineres, zeitnah umsetzbares Konzept zu realisieren, ohne natürlich dabei das große Konzept aus den Augen zu verlieren.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit der KZ - Gedenkstätte Ladelund, der über Bundesmittel 500.000 € für die Erstellung einer neuen Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden, sollen beide Ausstellungen inhaltlich und konzeptionell aufeinander abgestimmt werden und Synergieeffekte genutzt werden.

Für die Fraktion

Gary Funck