Jamaica-Kandidat zur Landratswahl: Alles nur eine Farce?

10.08.2013 22:27

Mit Verwunderung nimmt die SSW Kreistagsfraktion den neuen Kandidatenvorschlag des Jamaika Bündnisses aus CDU, Grüne und FDP zur Kenntnis.

„Zwei Wochen vor der Wahl des Landrats noch einen den übrigen Fraktionen bis dato völlig unbekannten Kandidaten gegen unseren amtierenden und 2008 in direkter Wahl von den nordfriesischen Bürgern gewählten Landrat Dieter Harrsen aus dem Hut zu zaubern, erinnert mich nicht unbedingt an ein demokratisches Vorgehen“, äußerte sich der Fraktionsvorsitzende des SSW, Ulrich Stellfeld-Petersen.

 „Vor allemn die Äußerung des Kandidaten, „Ich habe schon vor zehn Jahren gesagt, in Nordfriesland würde ich gern Landrat werden“, ist schon verwunderlich. Warum hat er sich dann nicht, wie alle anderen auch, auf die bundesweite Ausschreibung hin beworben?“

Verwundert zeigte sich auch der Fraktionsgeschäftsführer und Vorsitzender des Kultur- und Bildungsausschusses, Gary Funck, vom Vorgehen des Jamaika-Bündnisses. „Es gab eine deutschlandweite Stellenausschreibung, es wurden die geeigneten Bewerber zu einer fristgerechten gemeinsamen Sitzung aller Fraktionen geladen – alles nur eine Farce?“, so Funck.  

Nach erster Einsicht der Unterlagen steht für die SSW-Fraktion fest, dass sie auf jeden Fall weiter an ihrem Kandidaten Dieter Harrsen festhält, „weil er der Landrat ist, den nicht nur wir, sondern auch die Mehrheit der nordfriesischen Bürger will - und der bereits gezeigt hat, dass er der ideale Mann auf diesen Posten ist“, stellt Gary Funck klar.
„Dieter Harrsen hat immer auf Augenhöhe mit den Bürgern vor Ort kommuniziert. Seine Bodenständigkeit und Beharrlichkeit und die Tatsache, dass er Nordfriesland zu einem der führenden Kreise im Land gemacht hat, zählt“, so Susanne Rignanese, stellvertretende SSW-Fraktionsvorsitzende.

„Vor allem in den so zentralen Fragen wie Haushalt des Kreises, Wirtschaft, Klimaschutz, Verwaltungsmodernisierung und Bürgernähe und der ausgeprägte Teamgeist des amtierenden Landrat sollten Entscheidungskriterien sein. Dialogbereitschaft und die Fragen der demografischen Entwicklung im Kreis sind ebenfalls Themen, die Dieter Harrsen beherrscht. Seine langjährigen Erfahrungen im Verwaltungsbereich, die im übrigen der Kandidat von Jamaika nicht vorzuweisen hat, haben in seiner bisherigen Amtszeit nicht zu unterschätzende Vorteile für den Kreis gehabt“ so Thomas Ries aus der Fraktion.

„Kontinuität ist angesagt und nicht parteipolitische Machtfragen im Rahmen von Kommunalpolitik. Auch deshalb ist Dieter Harrsen unser Mann“, so Stellfeld-Petersen zum Abschluss.