Lokalfunk bringt mehr Sprachenvielfalt nach Nordfriesland

26.03.2015 14:32

Mit der Ausschreibung lokaler Hörfunk-Kapazitäten im Norden ist der erste große Schritt hin zu mehr regionaler Vielfalt und zu einer angemessenen Berücksichtigung der Regional- und Minderheitensprachen im Hörfunk gemacht.

Die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein hat gestern beschlossen, Übertragungskapazitäten für kommerziellen Lokalfunk in der Region zwischen Husum und Sylt auszuschreiben. 

Hierzu erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms: 

„Lokaler Hörfunk ist eine Bereicherung für die Meinungs- und Medienvielfalt in unserem Land und damit auch für die Identifikation der Menschen mit der Region, in der sie leben. Deshalb ist es gut, dass die rot-grün-blaue Koalition die Weichen dafür gestellt hat, dass der Betrieb von lokalem Hörfunk erstmals auch in Nordfriesland möglich wird. Deshalb werden wir in Zukunft in Nordfriesland einen eigenen kommerziellen Radiosender haben, der seine Redaktion in Nordfriesland haben wird und der zusätzlich zu den bestehenden Medien, die regionale Berichterstattung bereichern wird. 

Was uns als SSW besonders am Herzen lag: Anbieter, die sich für die Versorgungsregion zwischen Husum und Sylt bewerben, verpflichten sich zugleich, die Kultur und Sprache regionaler Minderheiten angemessen in ihrem Sendeangebot zu berücksichtigen. Somit wird es in Zukunft in Nordfriesland auch Sendeanteile in friesischer und dänischer Sprache geben. Dadurch wird das neue Lokalradio auch zum echten Mehrwert für die Minderheiten in Nordfriesland und durch den Umstand, dass auch Sendungen mit Niederdeutsch-Anteil möglich sind, wird das Lokalradio die Sprachenvielfalt unserer Region in ihrer Gesamtheit widerspiegeln.“