Nachhaltige auf Tierwohl bedachte Landwirtschaft statt Agrar-Fabriken

07.01.2014 10:33

Stellungnahme des SSW Husum zum Artikel „Gegen Schweinemast: Bürgerinitiative sorgt sich um die Zukunft des Dorfes“ in den Husumer Nachrichten vom 06.01.2014.

Die Informationen der HN über die geplante Erweiterung einer Schweinemastanlage in Finkhaushallig auf dann fast 4000 Schweine erfüllt uns mit Sorge.

Damit ist sogar die lasche Obergrenze des Bundesagrarministeriums deutlich überschritten, ab der eine besondere Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist.- Und zwar nach dem Bundes-Immissions-Schutzgesetz. Das heißt also dass in jedem Fall mit Umweltbelastungen zu rechnen ist!

 

Fragen unsererseits sind:

  • Gibt es ein Immissionsschutz-Gutachten und eine Immissions-Prognose für die benachbarte Wohnbebauung und die Bereiche Lundenbergsand und Dockkoog?
  • Ist die Stadt Husum überhaupt als unmittelbare Nachbarkommune ausreichend öffentlich beteiligt worden?
  • Gibt es ein Gutachten zur Keimverbreitung durch die Massentierhaltung?
  • Gibt es effektive Brandschutzkonzepte für die Anlage?
  • Sind Abluft-Reinigungsanlagen vorgesehen?

Diesen Fragen müssen wir nachgehen. Als Mit-Betroffene sollten wir u.a. nötigenfalls eine Einwendung an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume verfassen. Was ganz sicher kontraproduktiv für den Tourismus in der Husumer Bucht mit seinen Badestellen 

Lundenbergsand und Dockkoog wäre ist der Betrieb einer solchen riesigen Schweinemastanlage, samt seiner unvermeidlichen Geruchsbildung. Dann stinkt es nämlich zum Himmel, und zwar mehr als Urlauber und Naherholungssuchende vertragen wollen…

Der SSW setzt sich für eine nachhaltige, auf das Tierwohl und den Naturschutz bedachte Landwirtschaft in kleinen und mittleren bäuerlichen Betrieben ein. Im rot-grün-blauen Koalitionsvertrag steht: „Der Tendenz zu immer größeren Intensivtierhaltungen wollen wir entgegen wirken...“ (Seite 42)

Wir finden dass gerade in einem so sensiblen Gebiet wie in Finkhaushallig/Simonsberg kein Platz für Massentierhaltung sein sollte.