Der SHZ sollte sich bei den Sinti und Roma entschuldigen

05.09.2014 10:26

Zur heutigen Berichterstattung des SHZ über einen vorgetäuschten Überfall auf eine Kieler Spielhalle erklärt der minderheitenpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Flemming Meyer:

Ich bin entrüstet und schockiert, dass ich anno 2014 in einer angesehenen Zeitung stigmatisierende Formulierungen wie „ein Komplize aus dem Sinti- und Roma-Milieu“ und „Zigeunerin“ lesen muss. 

Dem Autor des Artikels scheint entgangen zu sein, dass die Sinti und Roma eine durch die Verfassung des Landes Schleswig-Holstein geschützte Minderheit sind. 

Der SHZ sollte sich umgehend bei den Sinti und Roma für diese verbalen Entgleisungen entschuldigen.

 

Update 16:05 Uhr: Der betreffende Artikel wurde inzwischen kommentarlos von den shz.de-Seiten entfernt. 

Der SSW-Abgeordnete und Landesvorsitzende Flemming Meyer forderte heute den SHZ-Verlag auf, sich bei den Sinti und Roma zu entschuldigen, die er durch Begriffe "Milieu" und "Zigeuner" stigmatisert sieht.

Die Sinti und Roma sind eine autochtone Minderheit in Schleswig-Holstein - sind seit 2012 gar per Verfassung geschützt.