Leserbrief zu „CDU-Kritik an Spoorendonk in Theaterfrage“ vom 9.1.14

10.01.2014 10:22

Der Versuch Anke Spoorendonk als Schuldige für die Situation des Landestheaters

auszumachen gehört in die Kategorie „uns fällt ja sonst nichts ein“. Der bemitleidenswerte Zustand der CDU offenbart sich in diesem kläglichen Versuch der Kritik an der Zukunft des Landestheaters. Erst wird durch die CDU-Vertreter in Schleswig der Neubau zu Fall gebracht mit dem Argument des „unwägbaren finanziellen Risikos für die Stadt“ um dann anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Das ist ein klares Nein zum Landestheater durch die CDU-Landtagsfraktion und ihren kommunalen Vertreter und nichts anderes. Schon in der jüngeren Vergangenheit hat die CDU in SH alles mögliche nicht getan um dem Landestheater zu helfen. Die Argumentation geht und ging nur ums Geld, also um wirtschaftliche Belange im Kulturbetrieb. Alles wissen: Kultur kostet und ist nicht dafür da, Renditen zu erwirtschaften. Das gilt jedenfalls nicht nur in SH besonders für den Theaterbetrieb. Diese Tatsache spielt für die Damen und Herren, die sich in diesem Kontext nun zu Wort gemeldet haben natürlich keine Rolle. Auch keine Rolle spielt für die CDU, dass eigentlich die Stadt Schleswig vertraglich verpflichtet ist, eine Spielstätte vorzuhalten.  Auch keine Erwähnung findet die Tatsache, dass die Kulturministerin die Dynamisierung der Mittel für das Landestheater wieder einführen wird. Damit wird zumindest etwas gegen die chronische Unterfinanzierung des Landestheaters getan. Davon hat das Landestheater unter CDU/FDP nur zu träumen gewagt. Die CDU geführte Vorgängerregierung hat jahrelang keinen Finger für das Landestheater gerührt, ganz im Gegenteil: Durch das Einfrieren der Landeszuschüsse hat sie das Landestheater auf fahrlässigste Weise finanziell ausbluten lassen. Insbesondere Astrid Damerow, die hier das grosse Wort führt, hat in ihrer Zeit als Kreistagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der CDU in NF genauso wenig für das Theater unternommen wie die damalige Landesregierung. Und dank Spoorendonk stellt das Land ein durchrenoviertes Hesterberg-Gelände im Wert von rund 20 Mio. Euro zur Verfügung, obwohl eigentlich die Stadt dafür zuständig wäre. Soviel zu Damerows Äusserung „Die Landesregierung muss selbst Mittel beisteuern.“

Herr Callsen hat gut erkannt, dass der Intendant des Landestheaters ein fähiger Mensch ist der mit viel Geschick die trostlose Zeit unter Carstensen und seinem Kulturminister Klug durchschifft hat. Wäre er nicht gewesen, hätte die Abwicklung des Landestheaters unter der CDU/FDP Regierung mit Sicherheit stattgefunden. 

Ulrich Stellfeld Petersen