Mit politischen Schnellschüssen ist den Studierenden nicht geholfen

11.07.2014 11:18

Zur Pressemitteilung des CDU-Abgeordneten Daniel Günther (Nr. 397/14) zur internationalen Ausrichtung der Uni Flensburg erklärt die hochschulpolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Jette Waldinger-Thiering: 

 


 

Mit ihrem Antrag zur Ermöglichung der Anpassung des Studienkalenders der Europa-Universität Flensburg spricht die CDU ohne Zweifel ein relevantes Thema an. 

 

Die Problematik ist nicht unbekannt, und hier muss selbstredend eine gute Lösung gefunden werden, die insbesondere die Interessen der Studierenden berücksichtigt. 

 

Auch wir wollen die Autonomie der Hochschulen stärken. Wer jedoch, wie Herr Günther, auf politische Schnellschüsse setzt, richtet am Ende mehr Schaden als Nutzen an – damit wäre den Studierenden nun wirklich nicht geholfen. 

 

Wir wollen und werden die Problematik im Rahmen der Anhörungen zur ohnehin geplanten Novelle des Hochschulgesetzes angehen. 

 

Deshalb und nur deshalb haben wir den Antrag der CDU abgelehnt. Herr Günther ist sich dessen bewusst, denn dies ist der CDU mehrfach mitgeteilt worden. 

 

Wenn er nun also behauptet, die Küstenkoalition würde die Chance verstreichen lassen, der Europa-Universität hier unter die Arme zu greifen, dann ist das schäbiger Populismus auf falscher Grundlage. 

 

Gleichwohl nehme ich - und gewiss auch die Studierenden in Flensburg –positiv zur Kenntnis, dass sich die CDU überhaupt für die Sorgen und Nöte unserer nördlichsten Universität interessiert. Steht dies doch in einem erfrischendem Kontrast zur letzten Legislaturperiode, als CDU-Minister Jost de Jager die Uni Flensburg noch schließen wollte.