Scheinheiligkeit schafft keine Lehrerstellen

04.06.2014 12:37

Zur heutigen Pressemitteilung der CDU zur Unterrichtsversorgung erklärt die bildungspolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Jette Waldinger-Thiering:

Fakt ist, dass die rot-grün-blaue Landesregierung 300 Lehrerstellen mehr im System belassen hat als ursprünglich von Schwarz-Gelb geplant. Dadurch ist es uns gelungen, das strukturelle Defizit um 250 Lehrerplanstellen im Vergleich zur ursprünglichen Planung zu verringern. 

Im Umkehrschluss heißt das: Wären CDU und FDP nicht abgewählt worden, wäre die Unterrichtsversorgung an den Schulen heute bedeutend schlechter. 

Dass um den Abbau von Stellen auch im Schulbereich kein Weg vorbei führt, müsste auch Frau Franzen wissen. Denn ihre eigene CDU war es, die zu Regierungszeiten den Stellenabbaupfad aufgestellt hat. 

Hinzu kommt, dass die Prognosen der schwarz-gelben Vorgängerregierung  vorn und hinten nicht zutrafen. Allein die Vorstellung, Inklusion sei zum Nulltarif machbar, wirkt heute nahezu lächerlich. 

Gleichwohl ist es richtig, dass der Stellenabbau in diesem Schuljahr eine Belastung für die Schulen darstellt. Wir wollen deshalb die freiwerdenden Mittel aus der Übernahme der BaföG-Kosten durch den Bund vorrangig in die Unterrichtsversorgung stecken, um die Situation abzufedern. 

Ich habe großes Verständnis für den Unmut an den Schulen. Die Probleme haben sie jedoch vor allem CDU und FDP zu verdanken. 

Scheinheiligkeit schafft keine Lehrerstellen, Frau Franzen.