SSW fordert Operation an den Verkehrsadern des Landesteils Schleswig

06.05.2008 12:54

Der SSW fordert die Landesregierung auf, sich für eine deutliche Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur im Landesteil Schleswig einzusetzen. „Die wirtschaftliche und touristische Entwicklung im Landesteil Schleswig wird dadurch ausgebremst, dass die Schienen- und Straßenverbindungen zum Teil miserabel sind. Wenn der Landesteil Schleswig auf die Beine kommen soll, dann müssen zahlreiche Verkehrsadern operiert werden“, fordert der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms. Der verkehrspolitische Sprecher des SSW hat heute einen Antrag mit einer Reihe konkreter Forderungen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur im Norden eingebracht, der noch im Mai vom Landtag beraten werden soll.

„Bei der Bahn ist insbesondere die Rendsburger Hochbrücke ein Nadelöhr, das den Verkehr in und durch den nördlichen Landesteil erheblich blockiert. Hier brauchen wir einen Bypass in der Form eines Eisenbahntunnels unter den Nord-Ostsee-Kanal. Im Straßenverkehr muss die Regierung einem künftigen Infarkt vorbeugen, indem die A7 von Neumünster bis Kolding dreispurig ausgebaut wird und die B5 von Heide zur dänischen Grenze kreuzungsfrei wird und eine dritte Fahrbahn erhält.“

Weitere Forderungen des SSW sind der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Niebüll-Klanxbüll, durchgängige Züge auf der Bahnstrecke Niebüll-Tønder-Esbjerg sowie der Ausbau der B200 von Flensburg nach Husum und der B199 von Flensburg nach Niebüll.

„Diese Forderungen sind keine verkehrspolitischen Phantastereien, sondern notwendige Maßnahmen, die sich umsetzen lassen und die konkrete Verbesserungen für die Menschen und die Wirtschaft bringen. Nicht ohne Grund werden unsere Forderungen von sämtlichen Kreisen und Städten im Landesteil Schleswig geteilt.

Wenn die Landesregierung sich für eine Fehmarnbelt-Brücke einsetzen kann, die weder wirtschaftlich noch verkehrspolitisch besonders großen Sinn macht, dann muss sie auch in der Lage sein, sich für solche nicht so gigantomanischen aber dafür viel dringenderen Verkehrsprojekte zu engagieren“, sagt der SSW-Verkehrspolitiker Harms.


Den vollständigen Antrag des SSW finden Sie in unserem Presseservice auf der Homepage www.ssw.de unter Presseservice/Download/Textservice