Studiengang Architektur in Eckernförde: Landesregierung soll ihren Beschluß nochmals überdenken

27.02.1998 14:43

Auf einer Wahlveranstaltung des SSW-Kreisverbandes Rendsburg-Eckernförde sprachen sich am Donnerstagabend die SSW-Landtagsabgeordnete Anke Spoorendonk und der Eckernförder SSW-Spitzenkandidat Hans-Jörg Pedersen erneut für den Erhalt des gesamten Architekturstudiums in Eckernförde aus. Dabei machte Anke Spoorendonk deutlich, daß die SSW-Landtagsvertretung auf der letzten Landtagssitzung einen Antrag der CDU unterstützt habe, wo die Landesregierung aufgefordert wird, die Umsetzung der im Grundsatz beschlossenen Kooperation im Studiengang Architektur auszusetzen, bis es dafür eine rechtliche Grundlage gibt.

"Wir vom SSW haben von Anfang an Probleme mit der Entscheidung gehabt, das Hauptstudium in Sachen Bauwesen künftig in Eckernförde stattfinden zu lassen, das Grundstudium in Kiel. Es ist auch nicht nur für die Hochschulen ein Problemen gewesen, mit dieser Entscheidung konfrontiert zu werden. Denn auch die Studierenden haben mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß diese Entscheidung transparenter hätte sein müssen und daß auch die fehlenden Studien- und Prüfungsordnung für sie ein Problem darstellt, " so Spoorendonk.

Vieles spräche dafür, daß man sich künftig mehr mit Kooperationslösungen befassen müsse. Bei der aktuellen Kooperation zwischen der Muthesius-Hochschule, Kiel, und Fachhochschule Kiel, Studiengang Architektur in Eckernförde fehle aber die rechtliche Grundlage - eine Änderung des Hochschulgesetzes. Erst müsse aber eine rechtliche Grundlage geschaffen werden, dann eine neue Studienordnung und erst dann könne man die eigentliche Kooperation zwischen den Schulen in Angriff nehmen.

Dabei sei der SSW immer noch der Meinung, daß die Landesregierung ihren Beschluß nochmals überdenken sollte. Der Studiengang in Eckernförde ist bisher anerkannt gewesen als ein sehr praxisorientertes Studium, während die Muthesius-Hochschule mehr auf das künstlerische Element wert gelegt hat. Eine Zusammenlegung ist für keinen der beiden Schulen die optimale Lösung, so Anke Spoorendonk und Hans-Jörg Pedersen abschließend.