Wir danken dem unermüdlichen Seiltänzer

29.10.1998 15:01

Die Vorsitzende des SSW, Anke Spoorendonk, brachte heute ihre Freude darüber zum Ausdruck, daß es die Institution des Grenzland- und Minderheitenbeauftragten seit 10 Jahren in Schleswig-Holstein gibt. Mit Kurt Hamer trat ein profilierter Politiker dieses Amt an, der durch sein Auftreten von Anfang an dazu beitrug, daß das Amt sich zu einer von allen ernst zu nehmenden Einrichtung entwickelte. In seine Fußstapfen trat ein nicht minder profilierter Politiker, der das Erbe Kurt Hamers zielgerichtet weitergeführt hat.

Anke Spoorendonk gratuliert deshalb Kurt Schulz ganz herzlich, der sich seit mehr als sieben Jahren für die Interessen der dänischen Minderheit und der friesischen Volksgruppe unermüdlich und beharrlich einsetzt. Seine Arbeit ist von Zeit zu Zeit mit einem Drahtseilakt zu vergleichen. Einerseits ist es die Aufgabe Kurt Schulz´, für die Landesregierung tätig zu werden - und somit ihre Interessen zu vertreten; andererseits ist sein großes Engagement, von dem auch die dänische Minderheit in den vergangenen zehn Jahren profitiert hat, darauf gerichtet, die Gleichstellung von Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung zu erreichen.

"Daß Kurt Schulz diesen Drahtseilakt in schwierigen Situationen hervorragend beherrscht, ist Ende letzten Jahres deutlich geworden, als er an der Demonstration der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Lehrerinnen und Lehrer der dänischen Minderheit vor dem Landeshaus teilgenommen hat. Wir sind sehr stolz darauf und dankbar dafür, daß ein Mann seiner Fähigkeiten, ein profilierter Politiker, der über das nötige know-how sowohl im Umgang mit der Politik als auch mit den Medien verfügt, sich nach Beendigung seiner politischen Laufbahn dafür entscheiden mochte, seine Ges chicke für die Minderheiten einzusetzen. Damit hat er sich einer überaus schwierigen Aufgabe angenommen, die viel Fingerspitzengefühl erfordert. Doch gute Seiltänzer sind zumeist auch mit einem sehr guten Fingerspitzengefühl ausgestattet," so Spoorendonk, die sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Kurt Schulz freut.