Pressemitteilung · 26.05.2016 Behörden sind für die Bürger da - nicht umgekehrt

Zum Tätigkeitsbericht der Bürgerbeauftragten für soziale Angelegenheiten erklärt der sozialpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Flemming Meyer:

Einmal mehr zeigt sich, dass die vierte Stufe der Hartz-Reform ein bürokratischer Klotz ist, der den Schwächsten unserer Gesellschaft ans Bein gekettet wurde. Das ALG II reicht schlicht nicht, um einen angemessenen Lebensstandard zu halten. So sind Kinder- und Altersarmut vorprogrammiert. 

Zudem ärgert mich, dass viele Behörden ihre Ermessensspielräume immer noch selten oder zu wenig nutzen, um Leistungsbeziehern in ihrer individuellen Situation maximal entgegen zu kommen. Gleiches gilt bei der Schulbegleitung: Behörden sind für die Bürger da, nicht umgekehrt! 

Als zunehmendes Problem erweist sich der Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Die Landesregierung hat hier gute Initiativen auf den Weg gebracht, die natürlich auch Zeit brauchen, sich zu entfalten. Doch zur Ehrlichkeit gehört auch dazu: Hier müssen wir noch viel mehr tun. Insbesondere auch im Bereich des barrierefreien Wohnraumes. Aus Sicht des SSW sollte jedes Bauvorhaben im sozialen Wohnungsbau ein angemessenes Kontingent an barrierefreien Wohnungen beinhalten. 

Ich danke der Bürgerbeauftragten Samiah El Samadoni für einen Tätigkeitsbericht, der abermals schonungslos den Finger auf die Wunde legt, und für ihren enormen Einsatz, den sie für die Schwächsten unserer Gesellschaft leistet.

Weitere Artikel

Rede · 07.05.2026 Krieg in Nahost trifft auch Schleswig-Holstein

Zum mündlichen Bericht der Landesregierung über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten erklärt die wirtschafts- und energiepolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Rede · 08.05.2026 Sonntagseinkauf pragmatisch weiterentwickeln

„Statt auf starre Grenzwerte bei Fläche und Einwohnerzahl zu setzen, sollten wir die Sonntagsöffnung personalloser Märkte dort ermöglichen, wo sie dem tatsächlichen Bedarf der Menschen vor Ort entspricht.“

Weiterlesen

Rede · 08.05.2026 Ersatzschulen nicht am ausgestreckten Arm verhungern lassen!

„Während die Sachkosten für die öffentlichen Schulen laufend angepasst werden, bekommen die Ersatzschulen, Schülerkostensätze basierend auf historischen Sachkosten Berechnungen. In einigen Kommunen kommt es zwischen den Sachkostenbeträgen für Schüler einer öffentlichen Schule und Schülern einer Ersatzschule zu einer erheblichen Differenz zu Lasten der Ersatzschulen.“

Weiterlesen