Pressemitteilung · Kiel · 23.09.2026 Zeichen der Verbundenheit: Kiel bekommt einen Grönlandplatz
Zur Benennung der Freifläche an der Willestraße als „Grönlandplatz“ erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:
„Kiel bekommt einen Grönlandplatz: Die Freifläche an der Einmündung von Willestraße und Holstenbrücke soll künftig diesen Namen tragen. Der Vorschlag geht auf die dänische Minderheit zurück und wurde von unserem bürgerlichen Mitglied Dagmar Link in den Ortsbeirat Mitte eingebracht. Dort wurde die Benennung beschlossen und anschließend von der Verwaltung aufgegriffen (vgl. Drs. 0375/2025). Unsere Ratsmitglieder haben den Antrag dann in den Ausschüssen positiv begleitet. Gerade in der aktuellen Debatte um Grönland ist es ein schönes und wichtiges Zeichen, die Verbundenheit sichtbar zu machen.
Kiel und Grönland haben mehr gemeinsame Geschichte, als vielen Menschen bewusst ist. Am 14. Januar 1814 wurde im Buchwaldschen Hof in der Dänischen Straße der Kieler Frieden zwischen Dänemark, Schweden und England geschlossen. Im Zuge der Neuordnung Nordeuropas nach den napoleonischen Kriegen wurde dabei auch die Zugehörigkeit Grönlands und der Färöer zum dänischen Gesamtstaat festgeschrieben. Damals hatten Kiel und Grönland sogar den gleichen Status als Teile des dänischen Gesamtstaates. Diese gemeinsame Geschichte ist heute ein spannender Anknüpfungspunkt. Mit dem Grönlandplatz wird damit nicht nur ein aktueller politischer Bezug hergestellt, sondern auch ein Stück gemeinsamer Geschichte im Stadtbild sichtbar.
Für die SSW-Ratsfraktion ist die Benennung deshalb mehr als eine symbolische Geste. Sie steht für Solidarität mit Grönland und zugleich für die gewachsenen Beziehungen zwischen Deutschland, Dänemark und den nordischen Regionen. Kiel hat durch seine dänische Geschichte und die dänische Minderheit eine ganz eigene Verbindung. Der Grönlandplatz ist dafür ein schönes Beispiel: Er erinnert an unsere gemeinsame Geschichte und setzt zugleich ein Zeichen für kulturellen Austausch und Verbundenheit. Wir freuen uns, dass dieser Impuls angenommen worden ist und nun im Kieler Stadtbild sichtbar wird.“