Pressemitteilung · Kiel · 11.03.2026 Frerich-Frerichs-Allee: es geht nur gemeinsam
Zum aktuellen Geschehen rund um Parkregelungen und Verkehr in der Frerich-Frerichs-Allee in Steenbek/Projensdorf erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:
„Die Situation in der Frerich-Frerichs-Allee sorgt derzeit für großen Unmut bei den Betroffenen. Nachdem das Ordnungsamt kurzfristig gegen parkende Fahrzeuge vorgegangen ist, sind zahlreiche Stellplätze weggefallen. Gleichzeitig berichten Anwohner*innen von zunehmendem Parkdruck sowie mehr Durchgangsverkehr. Besonders kritisch sehen wir, dass eine Situation, die über Jahrzehnte in dieser Form bestanden hat, plötzlich zum Problem erklärt wird, ohne die Menschen vor Ort vorher ausreichend zu informieren oder einzubinden. Wenn langjährige Regelungen von heute auf morgen verändert werden, sorgt das verständlicherweise für Unverständnis in der Bevölkerung.
Aus unserer Sicht zeigt sich hier vor allem ein Kommunikationsproblem. Verwaltungshandeln muss für die Bürger*innen nachvollziehbar sein. Dazu gehört, frühzeitig zu erklären, wo genau das Problem liegt – etwa wie stark die Straße tatsächlich unterschrittene Mindestbreiten aufweist – und welche Spielräume es gibt. Nicht jede Situation lässt sich allein mit dem Zentimetermaß lösen. Gerade in Wohnstraßen mit ohnehin hohem Parkdruck braucht es praktikable Lösungen. Deshalb wäre es sinnvoll gewesen, das Thema frühzeitig im Ortsbeirat zu beraten und gemeinsam mit den Anwohner*innen nach Lösungen zu suchen, etwa bei alternativen Parkmöglichkeiten oder angepassten Regelungen.
Entscheidend ist jetzt, dass der Dialog mit den Betroffenen gesucht wird. Wenn Menschen über Jahrzehnte eine bestimmte Praxis gewohnt sind und diese plötzlich entfällt, müssen Politik und Verwaltung das erklären und gemeinsam nach tragfähigen Lösungen suchen. Unser Ziel muss es sein, Sicherheit und Befahrbarkeit zu gewährleisten, ohne die berechtigten Interessen der Menschen aus dem Blick zu verlieren. Dafür braucht es mehr Transparenz, bessere Kommunikation und die Bereitschaft, Probleme gemeinsam vor Ort zu lösen.“