Rede · 25.01.2001 Netzwerkbetreuung an öffentlichen Schulen

Es ist nicht lange her, dass der Landtag die Ausstattung der Schulen mit Computertechnologie erörtert hat. Die Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage zu den Auswirkungen von Multimedia an Schleswig-Holsteins Schulen hat uns mit Zahlen darüber versorgt, wie weit diese Informations- und Kommunikationstechnologien in die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen Eingang gefunden haben.

Auch wenn dort bereits auf die Verbreitung und Wartung von Netzwerken eingegangen worden ist, stand in dem Bericht der Landesregierung aber Fragen der Ausstattung der Schulen mit Computern und der Zugang zum Internet im Vordergrund. Gerade in diesem Bereich sind große Anstrengungen notwendig gewesen, um die Schulen mit der notwendigen Hardware und Providerdienstleistungen zu versorgen. Es wurde auch deutlich, dass noch einiges zu tun bleibt, um den Schülerinnen und Schülern in Schleswig-Holstein gute Ausbildungschancen zu sichern.

Mindestens genau so wichtig wie die Computer selbst und der Zugang zum weltweiten Netz ist aber die interne Verbindung der Computer in den Schulen. Erst hierdurch eröffnet sich die Möglichkeit, den Rechner sinnvoll im Unterricht einzusetzen und gemeinsam zu lernen. Die Einrichtung, Überwachung, Erweiterung und Wartung solcher Netzwerke erfordern persönliches Engagement und einen erheblichen zeitlichen Aufwand.

Auch wir können sehen, dass die Entlastung der betroffenen Lehrkräfte anscheinend nicht ausreicht. Wir begrüßen daher die Initiative des Kollegen Klug. Wir begreifen sie vorwiegend als Anstoß, sich mit diesen Fragen näher zu befassen. Ich habe allerdings Schwierigkeiten damit, einfach festzustellen, dass der Landtag es für unbedingt erforderlich hält, „dass die kommunalen Schulträger im Bedarfsfalle Mittel für die technische Wartung der IT-Ausstattung der Schulen bereitstellen“. Es ist aber offensichtlich nicht überall durchgedrungen, dass die IT-Ausstattung heute praktisch zur Grundausstattung einer Schule gehört, und das muss selbstverständlich geändert werden.

Aus der Beantwortung der genannten Großen Anfrage aus dem vergangenen Jahr geht hervor: “Um die inhaltliche und technische Betreuung der Systeme auch künftig sicher zu stellen, werden zur Zeit in einer Arbeitsgruppe des Städteverbandes Schleswig-Holstein, in der auch Mitarbeiter des Bildungsministeriums und des IPTS sowie Schulträger vertreten sind, als Aufgabe von Land und Schulträgern tragfähige Lösungen für die inhaltliche und technische Betreuung der Systeme erarbeitet. Erste Ergebnisse sind Ende dieses Jahres zu erwarten“. Daher macht es Sinn zu fragen, was aus dieser Arbeitsgruppe geworden ist. Gleichzeitig wüsste ich gern, wie es mit dem Pilotprojekt „Netzwerkbetreuer“ läuft.

Vor diesem Hintergrund begrüßen wir den Änderungsantrag der Regierungsfraktionen, die Landesregierung möge zu dieser Thematik nicht nur ein Konzept vorlegen, sondern auch einen Bericht erstellen. Auf dieser Grundlage können wir im Ausschuss erörtern, wie die zeitliche Situation der Netzwerkadministratoren in den Schulen verbessert werden kann, wie sie für ihre Tätigkeiten bessere Unterstützung von außen bekommen können und inwieweit die Schulträger ihren Verpflichtungen nachkommen.

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