Pressemitteilung · 03.04.2025 Elektrifizierung bis 2032: Rückschlag für Klimaziele und Inseltourismus

Zum SHZ-Bericht "Bahn und Landesregierung hängen Amrum und Föhr ab" vom 2. April, wonach die Elektrifizierung der Bahnstrecke Niebüll-Dagebüll sich voraussichtlich bis 2032 verzögern wird, erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Bis 2030 soll der Schienenpersonennahverkehr in Schleswig-Holstein klimaneutral sein. Das hat sich die Landesregierung selbst auf die Fahnen geschrieben. Wenn aber nicht einmal eine 15 Kilometer lange Strecke rechtzeitig elektrifiziert werden kann, ist dieses Ziel schon heute Makulatur. Und das ausgerechnet im windreichsten Bundesland Deutschlands, wo grüner Strom mehr als genug vorhanden wäre. Das lässt sich schwer erklären – und noch schwerer ertragen.

Die Folge dieser Planungsverzögerung ist nicht nur ein verlorenes Jahrzehnt für die Verkehrswende, sondern auch das abrupte Ende der Fernverkehrsanbindung für Föhr und Amrum. Wer künftig mit dem ICE L nach Nordfriesland fährt, wird in Niebüll abgeladen – von dort aus heißt es dann umsteigen und hoffen, dass die Anschlüsse passen. Das ist keine Einladung für klimafreundlichen Tourismus, das ist ein Standortnachteil mit Ansage.

Die Landesregierung schaut dieser Entwicklung seit Jahren tatenlos zu. Wer den Tourismus stärken, die Erreichbarkeit verbessern und ernsthaft CO₂ einsparen will, müsste dieses Projekt zur Chefinnensache machen. Stattdessen verlieren wir erneut wertvolle Jahre in der Planungssackgasse. Das ist kein seriöser Zeitplan, das ist ein Offenbarungseid.
 

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