Pressemitteilung · 16.03.2015 Wer eine Europa-Uni möchte, muss sie auch europafähig machen

Ortstermin an der Europa-Universität Flensburg: Lars Harms sprach sich für eine Anpassung an internationale Semesterzeiten aus.

„Diese Universität ist eine besondere“, betonte Lars Harms, Vorsitzender des SSW im Landtag, bei einem Besuch der Europa-Universität Flensburg (EUF) am vergangenen Freitag. „Denn es ist ihr gelungen, ihr regionales Profil zu bewahren und es zugleich in eine europäische Perspektive zu überführen“, sagte er. So erforsche und lehre die Universität Niederdeutsch, Dänisch und Friesisch und besetze in Kürze eine Professur für Minderheitenforschung und Nordfriesisch. Zudem läge ein Schwerpunkt ihrer Europastudien im Bereich Regionalität. 

Die Beschäftigung mit europäischen Minderheiten sowie mit der Entwicklung von Regionalität innerhalb Europas zeigt, dass die EUF geschickt eine wesentliche Erfahrung dieser Region in europäischer Perspektive denkt: Dass nämlich nationalstaatliche Grenzen und Kulturen nicht zwingend zusammengehören“, so Harms. 

Besonderes Interesse brachte der SSW-Politiker dem Wunsch des Präsidenten der EUF, Prof. Dr. Werner Reinhart, entgegen, die Semesterzeiten der Universität an den internationalen Hochschulkalender anzupassen. 

„Die EUF ist eine von nur zwei Europa-Universitäten in Deutschland und hat ihre Grenzlage in den letzten zwanzig Jahren hervorragend zum Aufbau einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der dänischen Syddansk Universitet genutzt“, sagte er. 

Mit einer internationalen Anpassung der Semesterzeiten wäre folgerichtig nicht nur der Lehraustausch mit dem Campus Sønderborg erleichtert, sondern hochschulübergreifende Kooperation und internationale Zusammenarbeit überhaupt. 

„Wer eine Europa-Universität mit internationalen Kontakten möchte, muss sie auch europafähig machen. Die Universität in Flensburg sollte daher mit einer besonderen Genehmigung neue Semesterzeiten einführen dürfen: Von Mitte Februar bis Ende Mai und von September bis Dezember“.

Der Präsident der EUF, Prof. Dr. Werner Reinhart, zeigte sich erfreut über die politische Unterstützung aus Kiel. 

„Es tut gut zu wissen, dass eine Universität mit internationaler Perspektive auf die Unterstützung einer Regierungspartei mit internationaler und interkultureller Kompetenz vertrauen kann“, sagte er.

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