Pressemitteilung · Kiel · 26.08.2026 Ausbau Ellerbeker Weg: Verwaltung muss auf die Menschen zugehen
Zum erneuten Fernbleiben der Verwaltung anlässlich des Ortsbeirats Elmschenhagen/Kroog und den entsprechenden Umgang mit den betroffenen Anwohner*innen erklärt Ratsherr Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:
„Es ist kein guter Stil, wie die Verwaltung mit den Menschen vor Ort beim Ellerbeker Weg umgeht. Bereits im Mai und nun erneut im August wurde die Sitzung des Ortsbeirats nicht wahrgenommen. Dabei geht es um eine einschneidende Maßnahme, die unmittelbar das Umfeld und teilweise auch die Grundstücke der Anwohner*innen betrifft. Gerade dann muss die Verwaltung sich die Zeit nehmen, die Menschen vor Ort zu informieren und ihre Fragen zu beantworten. Die Arbeitsbelastung der Verwaltung mag hoch sein, aber bei einem derart umstrittenen Vorhaben darf die Beteiligung des Stadtteils nicht auf der Strecke bleiben. Zudem bleibt für viele weiterhin schwer nachvollziehbar, warum der Ausbau in dieser Form überhaupt notwendig ist.
Die SSW-Ratsfraktion hat bereits gemeinsam mit der CDU-Ratsfraktion versucht, mit einem Antrag (Drs. 0767/2024-01) einen Kompromiss zu ermöglichen. Unser Vorschlag war, von den bisherigen Ausbauplänen Abstand zu nehmen und gemeinsam mit den Anwohner*innen, dem Stadtteil und dem Ortsbeirat eine konsensfähige Lösung ohne Enteignungen zu entwickeln. Grün-Rot hat diesen Vorschlag verworfen und damit eine Chance vertan, den seit Jahren bestehenden Konflikt zu befrieden. Jetzt zeigt sich umso deutlicher, dass die bisherigen Pläne die Probleme nicht lösen. Es ist deshalb höchste Zeit, auf die Menschen zuzugehen und gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung zu suchen, die auch die angrenzende Infrastruktur berücksichtigt.
Eine politische Entscheidung über den Ausbau entbindet die Verwaltung nicht von ihrer Verantwortung, die Menschen vor Ort ernst zu nehmen. Gerade bei einer so einschneidenden und weiterhin umstrittenen Maßnahme muss der Dialog gesucht werden. Wir erwarten deshalb, dass die Verwaltung ihren bisherigen Kurs korrigiert, den Ortsbeirat ernsthaft einbindet und gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern nach einer Lösung sucht. Der Ellerbeker Weg darf nicht zu einem weiteren Konflikt zwischen Verwaltung und Stadtteil werden.“