Rede · 14.06.2023 Eine gute Ausbildung für die Jugendfeuerwehren ist eine Notwendigkeit

„Retten, Löschen, Bergen, Schützen, das muss einfach sichergestellt sein.“

Lars Harms zu TOP 4 - Gesetz über den Brandschutz und die Hilfeleistung der Feuerwehren (Drs. 20/706, 20/1017)

Es ist schon fast alles gesagt und ich kann mich meinen Vorrednerinnen und Vorrednern getrost anschließen. Auch wir als SSW stimmen dem Antrag zur offiziellen Anerkennung des 
Landesfeuerwehrverbandes als Ausbildungsträger für die Ausbildung der Mitglieder der Jugendabteilungen zu.

Eine Aufgabe, die der Landesfeuerwehrverband bereits jetzt de facto übernimmt. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle für den SSW in aller Form bedanken. 

Retten, Löschen, Bergen, Schützen; das sind die Hauptaufgaben der Feuerwehren. Mit der vorgesehenen Änderung im Brandschutzgesetz können fortan eben auch Freistellungsansprüche der Ausbilderinnen und Ausbilder sowie eine Finanzierung der Ausbildung über die Feuerschutzsteuer sichergestellt werden. Das stärkt die Ausbildung und somit den Nachwuchs. So weit, so selbsterklärend. 
Ich freue mich daher mit dem Landesfeuerwehrverband und für die Ausbildung der Jugendfeuerwehren. Der Landesfeuerwehrverband erlangt heute Rechtssicherheit und wird zu einem anerkannten Ausbildungsträger. 
Viele von uns haben schon Feuerwehreinsätze miterlebt. In Kleingärten, Wohnungen, Häusern, von der etwas klischeebehafteten Katze auf dem Dach bis hin zum großflächigen Brand in der Natur. Eines ist wohl allen Erlebnissen gemein: hier geht es wirklich an die Substanz. 

Wir leben in einer Zeit, in der Jahrhundertsommer nach Jahrhundertsommer prognostiziert und vor Hitzewellen und Trockenheit gewarnt wird. Ein Nebeneffekt dieser zu heißen Sommer sind Wald- und Vegetationsbrände. Es gibt deutlich zu wenig Niederschlag und bereits jetzt schätzt der Deutsche Wetterdienst die Waldbrandgefahr als besonders hoch ein. Und ich glaube es überrascht Sie nicht, wenn ich sage: das wird absehbar nicht besser. 

Wir brauchen also ganz dringend, vielleicht jetzt mehr denn je, handlungsfähige Feuerwehren im Land. Und dafür brauchen wir im ganzen Land gut ausgestattete Feuerwehren. Gut ausgestattet heißt, in die technische Ausstattung der Wehren zu investieren. Gut ausgestattet heißt aber auch, das Personal aufzustocken und die Anzahl der freiwillig Engagierten zu erhöhen.  Und dafür braucht es eine gute Ausbildung für die Jugendfeuerwehren. 

Die Wehren sind ein integraler Bestandteil unseres Rettungssystems und das Land muss dafür Sorge tragen, dass ihre Struktur erhalten und der Nachwuchs gestärkt wird. Ich bin deswegen sehr froh, dass es in dieser Frage hier gar keine Streitigkeiten zwischen den Fraktionen gab. Wir sind uns einig: Wir müssen unsere Feuerwehren besser unterstützen! Retten, Löschen, Bergen, Schützen, das muss einfach sichergestellt sein. Helfen wir unseren Feuerwehren dabei Schritt für Schritt. 
 

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 18.03.2026 Preiswucher an der Zapfsäule stoppen – Mobilität darf kein Luxus werden

Anlässlich der durch den Krieg in Nahost stark gestiegenen Energiepreise in Deutschland fand heute im schleswig-holsteinischen Landtag eine Debatte über Möglichkeiten zur Entlastung der Menschen statt. Der Fraktionsvorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer, spricht sich für eine befristete Senkung der Energiesteuer sowie zeitlich begrenzte Preiserhöhungen an Tankstellen aus.

Weiterlesen

Rede · 18.03.2026 Der Ausbau der erneuerbaren Energien funktioniert nur mit breiter Akzeptanz in der Bevölkerung

Alle Beteiligten sollten versuchen, die strittigen Gemeindeöffnungsklausel-Projekte im Land mit der nun vorgelegten Landesentwicklungsplanung in Einklang zu bringen. Im Sinne des Natur- und Artenschutzes, aber auch für die Menschen im Land, die den erneuerbaren Energien bisher sehr positiv gegenüberstanden und auf deren Wohlwollen wir auch künftig angewiesen sind.

Weiterlesen

Rede · 18.03.2026 Rote Gebiete: Der Gewässerschutz muss klar im Vordergrund stehen!

Mit Abschaffung der Roten Gebiete wären nitratbelastete Flächen nicht weg. Die Forderung der FDP gibt ein falsches Signal. Denn die EU fordert die Ausweisung nitratbelasteter Gebiete, davor können wir nicht die Augen verschließen.

Weiterlesen