Pressemitteilung · 24.06.2015 Landestheater: Ingbert Liebing muss endlich ein Machtwort sprechen

Der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms, hat die Forderung von CDU und WG-NF im Kreistag Nordfriesland, den Gesellschaftervertrag mit dem Landestheater aufzukündigen, scharf kritisiert:

„Wer keine Kultur an der Westküste will, sollte das ehrlich sagen und nicht fadenscheinige Finanzargumente vorschieben“ sagte der Landespolitiker heute in Kiel. Allein aus dem Finanzausgleichsgesetz habe der Kreis in diesem Jahr fast sechseinhalb Mio. Euro mehr Zuweisungen vom Land erhalten als noch 2012*, erklärte Harms. Hinzu kämen weitere drei Mio. Euro, die der Kreis als Solidaritätsbeitrag von den kreisangehörigen Gemeinden einfordert.

„Eine finanzielle Notwendigkeit, freiwillige kulturelle Leistungen in Frage zu stellen, besteht also nicht. Das ist eine rein politische Entscheidung. Wer also fordert, den Gesellschaftervertrag zu kündigen, der sollte dann auch so ehrlich sein und den Menschen sagen, dass die kulturelle Abwicklung der Westküste politisch gewollt ist“, so der SSW-Frontmann im Landtag. 

Harms bezeichnete es als „unbelehrbar kulturfeindlich“, dass die CDU nach dem Debakel um die Schleswiger Spielstätte nun einen erneut einen Vorstoß unternehme, dem Landestheater den Garaus zu machen. 

Er forderte den Landesvorsitzenden der CDU Ingbert Liebing auf, endlich ein Machtwort in seiner Partei zu sprechen. 

„Wenn Herr Liebing es ernst meint mit dem Wechsel von der Bundes- in die Landespolitik 2017, dann sollte er endlich anfangen, die Belange der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein ernst zu nehmen, forderte der Husumer SSW-Abgeordnete: 

„Denn eines neuen Oppositionsführers, der untertaucht, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen, bedarf es nicht in Schleswig-Holstein. Den haben wir bereits.“ 

* An den Kreis Nordfriesland überwiesene Schlüsselzuweisungen der Jahre 2012-2014 (ohne Sonderzuweisungen) laut Innenmininsterium : 

2012: 19,1 Mio. Euro

2013:  16,8 Mio. Euro

2014: 22,3 Mio. Euro

2015: 25,5 Mio. Euro. 

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 27.04.2026 Christian Dirschauer fordert gezielte Entlastungen für kinderreiche Familien

Der SSW hat einen Antrag in den Landtag eingebracht, um kinderreiche Familien gezielt zu entlasten. In seinem Antrag setzt Fraktionschef Christian Dirschauer auf bessere Bedingungen bei Wohnen, Betreuung, Bildung, Mobilität und beim Zugang zu staatlichen Leistungen sowie eine landesweite Strategie für Familien mit drei oder mehr Kindern.

Weiterlesen

Veranstaltung · Flensburg · 01.05.2026 1. maj 2026 i Flensborg – Sammen for gode arbejdsforhold!

Weiterlesen

Pressemitteilung · 24.04.2026 SSW, SPD und FDP: Schulpflicht für alle Kinder in Schleswig-Holstein sichern

Kinder und Jugendliche, die in Schleswig-Holstein leben, müssen denselben Zugang zu Bildung haben - unabhängig davon, wo ihr melderechtlicher Hauptwohnsitz liegt. Deshalb bringen die Fraktionen von SSW, SPD und FDP gemeinsam einen Gesetzentwurf zur Änderung des Schulgesetzes ein.

Weiterlesen