Pressemitteilung · 01.07.2026 Lindaunis darf nicht das nächste Missunde werden
Zur heutigen Befassung des Wirtschaftsausschusses mit der Kostenentwicklung und Bauplanung der Lindaunisbrücke erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:
„Die Menschen an der Schlei brauchen die Lindaunisbrücke. Sie ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die gesamte Region. Gerade deshalb darf dieses Projekt nicht zum nächsten Beispiel für schlechte Kontrolle, späte Klarheit und offene Rechnungen werden.
Wenn aus zuletzt rund 84 Millionen Euro plötzlich bis zu 246 Millionen Euro werden, dann ist das keine normale Kostenanpassung mehr, sondern eine regelrechte Kostenexplosion.
Madsen hat recht, wenn er sagt, das Land dürfe nicht zum Ausfallbürgen für ungeklärte Zuständigkeiten zwischen Bund, Bahn und Wasserstraßenverwaltung werden. Aber diese Erkenntnis kommt reichlich spät.
Schleswig-Holstein trägt den Löwenanteil der Kosten für die Brücke. Und wer den größten Teil der Rechnung übernimmt, kann nicht erst bei explodierenden Kosten nach klaren Regeln rufen. Die schwarz-grüne Landesregierung muss endlich runter von der Zuschauerbank und ins Handeln kommen.
Nach Missunde steht damit schon wieder ein wichtiges Verkehrsprojekt an der Schlei für Vertröstung, Verzögerung und Vertrauensverlust. Ministerpräsident Daniel Günther kann das nicht einfach an seinen Verkehrsminister delegieren. Er hat sich an der Schlei selbst als Problemlöser präsentiert. Dann muss er auch dafür sorgen, dass seine Regierung endlich liefert.
Die Region braucht die Lindaunisbrücke. Was sie nicht braucht, ist noch ein verkehrspolitisches Desaster an der Schlei.“