Pressemitteilung · 23.01.2025 Muschelfischerei stoppen – Förde retten!

Die SSW-Fraktion fordert die Landesregierung auf, die Wildmuschelfischerei mit Schleppnetzen im deutschen Teil der Flensburger Förde generell zu verbieten. Diese schade dem Umweltzustand des Gewässers nachhaltig.

„Die Flensburger Förde ist mittlerweile ein Patient auf der Intensivstation. Wir brauchen hier endlich ein klares Bekenntnis des Landes zum Schutz dieses wertvollen Gewässers“, so Christian Dirschauer, Vorsitzender der SSW-Landtagsfraktion. 

Der Zustand der Flensburger Förde verschlechtert sich zunehmend, wie verschiedene Untersuchungen zeigen. Neben der Überdüngung und den steigenden Temperaturen setzt auch der direkte menschliche Eingriff durch Muschelfischerei mit Schleppnetzen, die über den Meeresgrund gezogen werden, der Förde stark zu. „Die Trawler machen Tabula rasa, hinterlassen eine Spur der Verwüstung und eine ökologische Katastrophe“, mahnt Dirschauer an. Denn die Muscheln würden dadurch ihre wichtige Funktion als Filtrierer nicht mehr wahrnehmen können. „Fällt diese gratis Reinigungsleistung weg, verschlechtert sich die Wasserqualität zunehmend. Das Ökosystem Förde wird nachhaltig geschädigt. Das dürfen wir nicht weiter zulassen!“ 

Auf dänischer Seite ist das Verbot der Muschelfischerei in der Flensburger Förde, die sich in beiden Ländern befindet, bereits politisch beschlossen. Die Umsetzung steht allerdings noch aus und wird laut Mitteilung des dänischen Fischereiministeriums im Zuge der in Kürze beginnenden Verhandlungen über die zukünftige Erwerbsfischerei in Dänemark ausgestaltet. Der Flensburger SSW-Abgeordnete fordert, nach dänischem Vorbild auch auf deutscher Seite ein generelles Verbot auszusprechen. 

zum Antrag: Drucksache 20/2826

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