Pressemitteilung · 12.12.2002 Regierung darf Phänomenta nicht zerschlagen

Zur gestrigen Vorstellung der Machbarkeitsstudie über ein Science Center in Schleswig-Holstein durch den Wirtschaftsminister Dr. Rohwer erklären die Vorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk, und die Flensburger Abgeordnete Silke Hinrichsen:

„Der SSW erwartet von der Landesregierung, dass sie jetzt ausgewogen alle Konzepte für Science Center prüft. Wir befürchten immer noch, dass die Landesregierung dem Standort Flensburg keine faire Chance geben wird. Die Machbarkeitsstudie hat die möglichen Standorte an Hand bestimmter wirtschaftlicher Kriterien untersucht. Wir fordern, dass die Regierung darüber hinaus aber auch regionale Aspekte berücksichtigt.

Die Maximierung der Besucherzahl kann letztlich nicht das einzig ausschlaggebende Kriterium sein. Ansonsten müssten alle Einrichtungen im Land in Kiel liegen. Eines ist aber sicher: Auf Dauer werden keine zwei Science Center in Schleswig-Holstein überleben können, dafür reichen die Besucherzahlen nicht aus. Deshalb würde die Landesregierung mit der Entscheidung für Kiel oder Lübeck längerfristig auch das Ende der Flensburger Phänomenta beschließen.

Die Phänomenta hat erfolgreich bewiesen, dass sie in der Lage ist, überregional Besucher nach Flensburg zu holen. Sie ist bundesweit als Science Center anerkannt und hat auch eine wachsende grenzüberschreitende Bedeutung. Die Phänomenta hat ansprechende und ausbaufähige Pläne für eine Erweiterung des Science Centers entwickelt. Das alles darf jetzt nicht zu Gunsten der Standorte Kiel oder Lübeck zerschlagen werden,“ so Spoorendonk.

Silke Hinrichsen weist zudem auf die Probleme bei der Gutachterwahl hin, die der SSW bereits vor Monaten kritisiert hatte: „Das Wirtschaftsministerium hat bisher noch keine schlüssige Erklärung für das etwas merkwürdige Verfahren in Verbindung mit der Machbarkeitsstudie gegeben. Die Erarbeitung von Kriterien für das Science Center wurde dem Gutachter-Unternehmen überlassen, dessen Eigentümer in anderer Rolle bereits als geschäftsführender Gesellschafter in Bremen ein eigenes Center mit einem eigenen Konzept betreibt. Die Landesregierung bleibt noch eine Antwort auf die Frage schuldig, wie sie unter diesen Umständen die neutrale, angemessene Bewertung bestehender Center gewährleistet hat.“

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 01.07.2022 Regionale Unternehmen nicht im Stich lassen

Die SSW-Fraktion hat ein neues Tariftreue- und Vergabegesetz in den Landtag eingebracht, das regionale Unternehmen vor Wettbewerbsverzerrung durch Konzerne ohne Tarifbindung schützen soll. "Das war nie wichtiger als jetzt", sagt Fraktionschef Harms.

Weiterlesen

Pressemitteilung · Kiel · 01.07.2022 Wohnbaumoratorium: Kiel muss dringend umlenken

Die Vorhersagen über die starken Beeinträchtigungen im Bausektor werden bereits jetzt an der Hörn Realität. Dort verzögern sich viele Projekte, obwohl gerade auch an der Hörn die Entwicklung von Wohnraum notwendig ist. Die Landeshauptstadt Kiel muss dringend ihre Prioritäten optimieren, da mittlerweile auch ihre sozialpolitischen Ziele in Gefahr geraten. Dazu erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Kiel · 01.07.2022 Abschlussfeuerwerk der Kieler Woche: ein Blick in die Zukunft des Feuerwerks

Zu der Berichterstattung der Kieler Nachrichten über das Abschlussfeuerwerk der Kieler Woche 2022 erklärt Ratsherr Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:

Weiterlesen