Pressemitteilung · 21.02.2003 Science Center: Landesregierung betreibt staatlich finanzierten Kannibalismus

Der SSW im Landtag fordert die Fraktionen des Landtags auf, endlich für die Phänomenta Flensburg als Standort eines landesweiten Science Centers „Farbe zu bekennen“. Damit reagieren die SSW-Abgeordneten auf ein heute von der Stadt Flensburg vorgestelltes Gutachten, wonach die Einrichtung eines Science Center in Kiel oder Lübeck den Todesstoß für die Flensburger Einrichtung bedeuten könnte.

„Abgeordnete der großen Fraktionen des Landtags haben sich in Hintergrund­gesprächen und gegenüber der Phänomenta zu Gunsten der erfolgreichen Einrichtung im Norden des Landes ausgesprochen. Bisher hat sich aber keine Fraktion öffentlich festgelegt. Es ist höchste Zeit, dass sich SPD, CDU, FDP und Grüne endlich klar zu den absurden Plänen des Wirt­schafts­ministeriums äußern. Wer weiterhin schweigt, läutet den Niedergang des ältesten Science Centers in Deutschland ein, das über die Grenzen hinaus große Anerkennung gefunden hat,“ warnt die Vorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spooendonk.

Das Wirtschaftsministerium müsse auch zur Kenntnis nehmen, dass das bereits im Aufbau befindliche Science Center des dänischen Danfoss-Konzerns im grenznahen Nordborg sich zu einer Kooperation mit dem Phänomenta bekannt habe: „Wir können kein Science Center in jeder Ecke des Landes gebrauchen. Wir haben schon eine gute Einrichtung, die die volle Un­ter­stützung des Landtages und der Landesregierung haben muss. Alles andere wäre staatlich finanzierter Kannibalismus.“

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