Pressemitteilung · 22.04.2010 Wählen muss kinderleicht sein

Zur heute von „Mehr Demokratie e. V.“ vorgestellten Initiative zur Änderung des Landes-wahlgesetzes erklärt die innenpolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Silke Hinrichsen:

"Dieses Modell hat seinen Charme, aber auch seine Tücken. Der SSW teilt das Ziel, den Landtag möglichst auf 69 Abgeordnete zu begrenzen. Wir befürworten auch ein Wahlsystem, das den Wählerinnen und Wählern mehr Einfluss gibt, indem sie zwischen mehreren Kandidaten einer Partei wählen und so die Listen der Parteien verändern können.
Ob das relativ komplizierte Verfahren des Kumulierens und Panaschierens hierfür die optimale Lösung ist, wage ich allerdings zu bezweifeln. Wählen muss kinderleicht sein, deshalb ist es nicht der Weisheit letzter Schluss, wenn die Wähler in der Wahlkabine mit drei Stimmen jonglieren müssen. Es nützt uns jedenfalls nichts, dass der Landtag punktgenau auf 69 Abgeordneten begrenzt wird, wenn dafür noch mehr Menschen von den Wahlen fernbleiben, weil sie zu kompliziert geworden sind. Dieser Preis wäre eindeutig zu hoch.

Der SSW steht für das Prinzip „ein Mensch, eine Stimme“. Deshalb werden wir in den Ausschussberatungen zum grünen Gesetzwurf erneut anregen, dass Schleswig-Holstein sich das dänische Wahlrecht zum Vorbild nimmt. Dort haben die Wählerinnen und Wähler nur eine Stimme. Sie können aber innerhalb eines großen Wahlkreises zwischen mehreren Kandidaten jeder Partei wählen. Auf diese Weise bekommen die Wähler mehr Einfluss und die Größe des Landtags könnte über die Zahl der Wahlkreise trotzdem begrenzt werden.“

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 26.01.2026 Ein Angriff auf unsere Erinnerungskultur

Zum Vandalismus am Mahnmal der Synagoge in Kiel erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Rede · 28.01.2026 Freiwillige sind ein enormer Gewinn für unsere Gesellschaft

„Ein Freiwilligendienst darf nicht länger vom Portemonnaie der Eltern abhängen“

Weiterlesen

Rede · 28.01.2026 Das Ehrenamt braucht Raum

„Wenn man länger für einen verfügbaren Raum herumtelefonieren muss, als das Treffen dann letztendlich dauert, ist das Ehrenamt ad absurdum geführt.“

Weiterlesen