Pressemitteilung · 20.08.2013 Was Herr Arp vergisst...

Zur Pressemitteilung des CDU-Abgeordneten Hans-Jörn Arp zur Künstlersozialabgabe (Nr. 440/13) erklärt die kulturpolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Jette Waldinger-Thiering:

 


 

Hans-Jörn Arp hat völlig recht: Die Deutsche Rentenversicherung sollte endlich damit anfangen, alle abgabepflichtigen Unternehmen turnusmäßig zu überprüfen. 

 


 

Was Herr Arp nicht erwähnt: 

 

Laut Beschlussempfehlung des Bundestags war eine turnusmäßige Überprüfung der Künstlersozialabgabepflicht alle vier Jahre vorgesehen. Diese Empfehlung hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales versucht im Rahmen des BUK-Neuorganisationsgesetzes (Bundesdrucksache 17/12297) verpflichtend umzusetzen. Der Vorschlag scheiterte jedoch, weil CDU/CSU und FDP sowohl im Ausschuss für Arbeit und Soziales als auch im Kulturausschuss des Bundestages gegen die Vorlage ihres eigenen Ministeriums stimmten. 

 

Die wichtige turnusmäßige Überprüfung, die Herr Arp jetzt - zu recht - fordert, wurde daraufhin aus dem Gesetzentwurf entfernt. Damit hat schwarz-gelb im Bund den Künstlerinnen und Künstlern einen Bärendienst erwiesen, so wie Herr Arp sich selbst. 

 


Weitere Artikel

Pressemitteilung · 30.09.2026 Minderheitenberichte: Jetzt ist der Erhalt auch parlamentarisch festgezurrt

Der Innen- und Rechtsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags hat heute den gemeinsamen Änderungsantrag von SSW, CDU und Bündnis 90/Die Grünen zum Erhalt der kommunalen Minderheitenberichte beschlossen. Damit ist die ursprünglich von der Landesregierung geplante Streichung der Berichtspflicht vom Tisch. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Rede · 08.10.2026 Die Bilanz der E-akte ist katastrophal!

„Fast zwei-Drittel der Teilnehmenden einer Umfrage der Neuen Richter*innenvereinigung sehen einen Mehraufwand durch die Einführung der E-Akte in ihrer täglichen Arbeit. Dieser Mehraufwand wird auf ca. 24% geschätzt. Mehraufwände, die vor allem die Arbeitsfähigkeit der Gerichte zusätzlich beeinträchtigt.“

Weiterlesen

Rede · 08.10.2026 Mobilitätsgarantie - Mehr Inhalt, weniger Branding!

„Die Mobilitätsgarantie kann sich nun zu anderen Projekten gesellen, die ebenfalls nicht auf den Markt gekommen sind, wie etwa die Fertigstellung der A20 oder die Ansiedlung eines schwedischen Großunternehmens an der Westküste. Man könnte es fast schon den Markt der Unmöglichkeiten nennen.“

Weiterlesen