Pressemitteilung · 31.03.2014 Wir schaffen zeitgemäße, hochwertige Bedingungen für die Lehrerbildung

Anlässlich der heutigen Pressekonferenz zur Neuordnung der Lehrerbildung (Lehrkräftebildungsgesetz) erklärt die hochschulpolitische Sprecherin des SSW, Jette Waldinger-Thiering:

Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf setzen wir um, was unsere Vorgänger jahrelang ausgesessen haben. 

Übergeordnetes Ziel der rot-grün-blauen Koalition ist die bestmögliche Ausbildung unserer Lehrerinnen und Lehrer. Sie sollen in Zukunft schon im Studium das Rüstzeug für die zentralen Anforderungen des Schulalltags bekommen. In der Konsequenz wird die Lehrerbildung in Schleswig-Holstein damit nicht nur zeitgemäßer, sondern vor allem auch qualitativ hochwertiger.

Mit dem nun vorgelegten Gesetzentwurf setzen wir an den faktischen Strukturen unserer Schullandschaft an. Anstatt, wie unsere Vorgänger, munter weiter Lehrkräfte für Schulformen auszubilden, die in der Praxis nicht mehr existieren, sind die Lehrerinnen und Lehrer in Zukunft nicht nur fachwissenschaftlich exzellent ausgebildet, sondern auch flexibel einsetzbar. Sowohl in Kiel als auch in Flensburg werden zu diesem Zweck SekundarlehrerInnen ausgebildet, die von Klasse 5 bis 13 einsetzbar sind. Damit bekommen unsere Lehrerinnen und Lehrer die höchstmögliche Qualifikation und die erforderlichen Kompetenzen für Gymnasien als auch für Gemeinschaftsschulen. 

Doch auch dem überaus wichtigen Ziel eines inklusiven Schulsystems bringt uns das Lehrkräftebildungsgesetz ein deutliches Stück näher. Angehende Lehrerinnen und Lehrer werden zukünftig stärker für die individuelle Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler und die daraus folgenden Anforderungen an die Unterrichtsgestaltung sensibilisiert. Und mit diesem Gesetzentwurf werden gemäß der aktuellen KMK-Rahmenvereinbarungen sowohl pädagogische als auch didaktische Basisqualifikationen in den Themenbereichen Umgang mit Heterogenität und Inklusion sowie Grundlagen der Förderdiagnostik in die Ausbildung für alle Lehrämter integriert. So wird inklusiver Unterricht bei höchstmöglicher Qualität möglich. Und genau das ist unser Ziel.

Nicht zuletzt freue ich mich, dass mit diesem Gesetz endlich auch den faktischen gesellschaftlichen Realitäten unseres Landes Rechnung getragen wird. So wird die Vermittlung der Bedeutung der Sprache, Geschichte und Kultur der nationalen dänischen Minderheit, der friesischen Volksgruppe und der Minderheit der deutschen Sinti und Roma Teil der Lehrkräftebildung. 

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