Rede · 10.04.2014 Wir wollen zur Sachlichkeit zurückkehren

„Die Förderzentren leisten hervorragende Arbeit und sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Bildungssystems“

Um ganz ehrlich zu sein: Diese Debatte wirkt auf mich wirklich unsinnig. Oder zumindest überflüssig. Während es weit wichtigere Dinge zu diskutieren gibt, sollen wir uns hier über Äußerungen der Bildungsministerin unterhalten, die zu Missverständnissen geführt haben. Missverständnisse, die schon lange ausgeräumt sind. Denn die Ministerin steht ganz offenkundig im engen Austausch mit den Betroffenen. In meinen Augen ist also nicht die Bildungsministerin, sondern sind vielmehr die Antragsteller selbst aufgefordert, zur gebotenen Sachlichkeit zurückzukehren.

Es kann überhaupt keinen Zweifel daran geben, dass die Sonderpädagogen im Land großartige Arbeit leisten. Dies sage ich ausdrücklich für alle Schulen. Und mit Blick auf die Förderzentren im Land, will ich eins ganz deutlich machen: Aus dem Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und SSW geht absolut unmissverständlich hervor, dass eine flächendeckende Schließung unserer Förderzentren zu keinem Zeitpunkt zur Debatte stand und damit auch in Zukunft von niemandem gewollt ist. Für den SSW ist völlig klar: Die Menschen dort leisten Tag für Tag einen engagierten und tadellosen Einsatz für unsere Kinder.

Ich sehe wirklich keinen Anlass, die Äußerungen der Ministerin zu missbilligen. Sie hat nach den entstandenen Irritationen unverzüglich Kontakt zum Verband Sonderpädagogik aufgenommen. In einem Schreiben an Vorsitzende und Mitglieder hat sie nicht nur ein Gesprächsangebot gemacht. Auch der große Respekt und die Wertschätzung für die von ihnen geleistet Arbeit wurde schon hier deutlich. Das darauf folgende Gespräch war nach Aussage aller Beteiligten nicht nur klärend sondern vor allem auch zukunftsgerichtet und konstruktiv. Wir alle haben es lesen können: Die Landesvorsitzende des Verbands Sonderpädagogik ist nach eigener Aussage erfreut darüber, dass es schnell zu einem klärenden Gespräch gekommen ist. Die von der Ministerin getroffenen Äußerungen wurden eindeutig klargestellt. Und mit Blick auf die Zukunft und ein wirklich inklusives Schulwesen wollen beide Seiten konstruktiv zusammenarbeiten.

Ich denke, alles in allem ist es Grund genug, um nun einen Schlussstrich zu ziehen und sich den wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden.

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 18.03.2026 Preiswucher an der Zapfsäule stoppen – Mobilität darf kein Luxus werden

Anlässlich der durch den Krieg in Nahost stark gestiegenen Energiepreise in Deutschland fand heute im schleswig-holsteinischen Landtag eine Debatte über Möglichkeiten zur Entlastung der Menschen statt. Der Fraktionsvorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer, spricht sich für eine befristete Senkung der Energiesteuer sowie zeitlich begrenzte Preiserhöhungen an Tankstellen aus.

Weiterlesen

Rede · 19.03.2026 Deutsch-Dänische Förde-Agentur zur Rettung des Gewässers schaffen

Wenn wir jetzt nicht handeln, dann werden wir in ein paar Jahren nicht mehr darüber diskutieren, wie wir die Förde entwickeln – sondern darüber, was wir alles verloren haben.

Weiterlesen

Rede · 19.03.2026 Daten unabhängig und zentral erheben – Unterrichts- und Schulgestaltung verbessern

Wenn wir systematisch Informationen über Lernstände, Unterricht, Prozesse und schulische Rahmenbedingungen sammeln und auswerten wollen, dann müssen die Daten dafür auch systematisch und standardisiert in der Fläche erhoben werden.

Weiterlesen