Pressemitteilung · 29.05.2020 Imland-Klinik: Die Menschen haben ein Recht auf Antworten

Zur heutigen Berichterstattung der Eckernförder Zeitung, wonach die Landesregierung die Investitionsmittel für die Imland-Klinik in Eckernförde auf nur noch 10 Millionen Euro kürzen will, erklärt die Eckernförder SSW-Landtagsabgeordnete Jette Waldinger-Thiering:

Dass die Landesregierung, angeführt von einem Eckernförder Ministerpräsidenten, die Axt an die Imland-Klinik anlegen will, macht mich sprachlos und wütend. Das Sanierungskonzept wurde bereits im Vorfeld zusammengekürzt, und nun soll die Klinik auch noch deutlich weniger Geld erhalten?
Gerade die Corona-Pandemie hat uns doch vor Augen geführt, wie wichtig dezentrale Standorte sind, um auch bei Auslastungsspitzen eine flächendeckende medizinische Versorgung zu gewährleisten. Wir können daher froh sein, dass wir nicht auf jene gehört haben, die schon vor Jahren forderten, jedes dritte Krankenhaus zu schließen.
Das Einzugsgebiet der Eckernförder Imland-Klinik ist groß. Dennoch müssen wir seit Jahren um den Erhalt des Standorts kämpfen. Ein Kampf, dem sich auch Daniel Günther einmal verschrieben hatte.
Im Zuge des Lockdowns wurden die Notfallaufnahme und Geburtshilfe heruntergefahren. Und allen sollte doch klar sein: Wenn die Landesregierung jetzt nicht die benötigten Mittel zur Verfügung stellt, dann werden diese Leistungen vielleicht gar nicht mehr wieder aufgenommen werden können.
Die Menschen in und um Eckernförde haben ein Recht auf Antworten. Deshalb habe ich heute einen Berichtsantrag zum Thema eingereicht: Gesundheitsminister Garg muss erklären, warum ein gut funktionierendes Krankenhaus hier ganz offensichtlich kaputt gespart werden soll.

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