Press release · 20.09.2000 Sozialausschuss beschließt psychosozialen Krisendienst

Der Sozialausschuss der Stadt Flensburg hat gestern einstimmig beschlossen, in den nächsten Monaten einen psychosozialen Krisendienst einzurichten. Hierzu erklärt die sozialpolitische Sprecherin der SSW-Ratsfraktion und Vorsitzende des Sozialausschusses, Susanne Schäfer-Quäck:

„Es freut uns, dass alle Fraktionen trotz angespannter Haushaltslage dem SSW-Vorschlag zur Einrichtung eines Krisendienstes folgen konnten. Mit der Entscheidung für den psychosozialen Krisendienst setzt der Sozialausschuss ein Zeichen: Die Verbesserung der sozialen Hilfen in Flensburg wird auch in knappen Zeiten nicht vergessen. Das beschlossene Modell gewährleistet mit möglichst wenig Geld eine gute psychosoziale Versorgung. An den telefonischen Krisendienst können sich bald alle wenden, die sich in einer akuten psychischen Krise befinden, mit der sie allein nicht mehr fertig werden.“

Der Sozialausschuss hat am Dienstag mit den Stimmen von SSW, SPD, CDU und Grünen beschlossen, für die Abendstunden und Wochenenden einen zweistufigen psychosozialen Krisendienst einzurichten. In der ersten Stufe können sich Hilfesuchende an eine telefonische Anlaufstelle wenden, die gemeinsam mit dem Kreis Schleswig-Flensburg unterhalten wird. Dort werden sie professionell beraten. Ergeben die Telefonate weiteren Hilfsbedarf, dann steht in der zweiten Stufe in Flensburg ein aufsuchender Dienst zur Verfügung, der mit erfahrenen Fachkräften vor Ort Hilfe leistet.

Das neue Hilfsangebot, das sich in einer Reihe von Städten und Kreisen in ganz Deutschland bewährt hat, wird in zwei Runden eingeführt. Während der telefonische Dienst den Flensburgerinnen und Flensburgern bereits zum 1. Oktober zur Verfügung steht, soll der aufsuchende Dienst zum 1. Januar 2001 einsatzbereit sein. Die Kosten für die Stadt Flensburg betragen im Jahr 2000 5.000 DM, im Jahr 2001 73.000 DM und ab 2002 jährlich 93.000 DM.

Weitere Artikel

Press release · 13.01.2026 Diako wird Malteser: Übernahme mit schlechtem Beigeschmack

Heute wurde bekannt, dass das evangelische Flensburger Diako-Krankenhaus in Kürze vom katholischen Träger Malteser übernommen wird und dieser auch die alleinige Trägerschaft des neuen Fördeklinikums innehaben wird. Dazu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion und Flensburger Abgeordnete, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Press release · Flansborj · 13.01.2026 Flensburger Tourismus: Viel Potential - null Landesstrategie

Zur Antwort der Landesregierung auf seine Kleine Anfrage zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus aus Dänemark für Flensburg (Drucksache 20/3965) erklärt der Vorsitzende der SSW-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag und Flensburger Landtagsabgeordnete Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Press release · 13.01.2026 Landesregierung lässt Millionen für Sturmflutfolgen liegen

Trotz massiver Schäden durch die Ostseesturmflut im Oktober 2023 hat Schleswig-Holstein einen Großteil der vom Bund bereitgestellten Hilfen nicht genutzt. Christian Dirschauer, Vorsitzender der SSW-Landtagsfraktion, und der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler erheben deshalb deutliche Vorwürfe gegen die Landesregierung.

Weiterlesen