Präsemadiiling · Rendsburg-Eckernförde · 25.01.2022 Zukunft der imland Klinik: SSW bedauert schnelle Entscheidung und steht weiterhin für eine zukunftsfähige Lösung

Michael Schunck: „Gerade mit Blick auf die weitreichenden Folgen für den Standort Eckernförde ist ein Schnellschuss unverantwortlich, denn wir müssen uns bewusst sein, dass wir die Stationen, die wir in Eckernförde jetzt schließen, nicht wieder öffnen können. Das schränkt die Daseinsvorsorge in der Region Eckernförde stark ein. Das wird der SSW so nicht mittragen“

 

Die SSW Kreistagsfraktion hat sich in der letzten Woche erstmals zu dem von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Szenario 5 ausgetauscht. Hierbei ist vor allem erfreulich, dass das von der Geschäftsführung vorgelegte Konzept an beiden Standorten festhält. Es ist jedoch aus Sicht des SSW noch fraglich, ob die damit erhoffte Zukunftssicherung des Standortes Eckernförde erreicht wird. Auch die Verlegung des psychiatrischen Angebotes von Rendsburg nach Eckernförde ist bisher noch nicht hinreichend begründet. Das Konzept muss also zunächst tiefgreifender hinterfragt werden und außerdem sollte auch die Aufteilung im Detail noch diskutiert werden. „Der SSW steht für eine bürgernahe Politik. Deshalb ist es für uns entscheidend mit der Bevölkerung und den Beschäftigten ins Gespräch zu kommen, um zu erfahren, ob das vorgestellte Konzept eine akzeptierte Lösung ist. Hierbei sollte sich die Kreispolitik ausreichend Zeit nehmen“, erklärte die Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susanne Storch. Mit vielen ungeklärten Fragen und einem Szenario, was insbesondere den Standort Eckernförde hart treffen wird, ist es aus Sicht des SSW erstaunlich, dass ein Teil der anderen Kreistagsfraktionen bereits so schnell eine Entscheidung getroffen hat. Hierzu erklärte der Fraktionsvorsitzende Michael Schunck: „Die Entscheidung der anderen Kreisfraktionen, sich so schnell auf das Szenario 5 festzulegen, kam für uns vom SSW völlig unerwartet. Wir hatten uns erhofft, dass die Kreispolitik das Konzept der Geschäftsführung ausführlich diskutiert und weiterentwickelt.“ Deshalb wollte der SSW sich Anfang der Woche in einer weiteren Fraktionssitzung noch einmal intensiv mit den Perspektiven für die imland Kliniken auseinandersetzen. Zum Antrag der SPD im Hauptausschuss am vergangenen Donnerstag, ein neues Konzept für eine zentrale Notfallaufnahme und Geburtshilfe für Eckernförde vorzulegen, hatte man sich deshalb auch bewusst enthalten.  

„Gerade mit Blick auf die weitreichenden Folgen für den Standort Eckernförde ist ein Schnellschuss unverantwortlich, denn wir müssen uns bewusst sein, dass wir die Stationen, die wir in Eckernförde jetzt schließen, nicht wieder öffnen können. Das schränkt die Daseinsvorsorge in der Region Eckernförde stark ein. Das wird der SSW so nicht mittragen“, sagte Michael Schunck weiter.  

Auch die Zusage der Landesregierung, die bei einer Entscheidung für Szenario 5 den Kreis finanziell unterstützen würde, sorgte beim SSW für Verwunderung. Zunächst einmal sind die Finanzmittel wie von der CDU-Kreistagsfraktion behauptet überhaupt noch nicht sicher und zum anderen hatte der Kreis lange vergeblich auf eine Reaktion der Landesregierung gewartet. „Die Regierung Günther hat es zustande gebracht, sich während des gesamten Prozesses seit Juli 2021 nicht zur imland zu bekennen und dabei Belegschaft und Anwohner in Unsicherheit gelassen. Jetzt stellt man mitten in der Entscheidungsfindung Hilfe in Aussicht, allerdings nur für ein Szenario“ sagte Michael Schunck und führte weiter aus: „Der Kreis als Gesellschafter trifft die abschließende Entscheidung und diese nicht abzuwarten, sondern vielmehr eine Entscheidung vorauszusetzen, kommt einer Erpressung gleich und hat aus unserer Sicht wenig mit Demokratie zu tun.“ 

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