Präsemadiiling · Kiel · 27.10.2021 Eröffnung vor Wiedergutmachung: Höffner muss seine Grundeinstellung ändern

Möbel Höffner öffnet morgen in Kiel seine Pforten, während die vom Konzern zu leistenden Wiedergutmachungsmaßnahmen für die Umweltzerstörungen auf dem Baugelände noch auf sich warten lassen. Die SSW-Ratsfraktion hält das für ein fatales Signal an Bürger*innen, Politik und Verwaltung der Klimaschutzstadt Kiel. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Marcel Schmidt:

„Es ist kein Geheimnis, dass die SSW-Ratsfraktion kein Vertrauen in den Krieger-Konzern mehr hat. Zu lang ist die Kette der Verfehlungen, die sich der Möbelriese während des Ansiedlungsprozesses in Kiel geleistet hat. Auch wenn er durchaus eine gewisse Anzahl an Arbeitsplätzen in die Landeshauptstadt bringt, ist das Image des Möbelmarktes schon vor der Eröffnung schwer beschädigt: Wir blicken zurück auf eine Geschichte voller Enttäuschungen und zäher, unbefriedigender Gespräche mit dem Krieger-Konzern. Reaktionen gibt es von dort grundsätzlich nur auf Nachfrage und in der Regel auch nur, wenn man Druck ausübt.

Dazu passt auch, dass die Wiederherstellung der Umweltzerstörungen, die der Konzern Ende des vergangenen Jahres im Umfeld der Baustelle geschehen ließ, immer noch nicht angelaufen ist. Das verdeutlicht noch einmal die Prioritätensetzung der Möbelkette: Erst die Gewinne, dann alles andere. Damit bestätigt sich unser Eindruck, dass Höffners Unternehmenskultur den heutigen Erwartungen in einer Großstadt wie Kiel an die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie nicht gerecht werden kann.

Kiel als Klimaschutzstadt hat sich unter anderem per Masterplan Klimaschutz und dem Climate Emergency der Erhaltung seiner Stadtnatur verpflichtet. Wer hier erfolgreich und im Einklang mit den Kieler*innen wirtschaften möchte, dem muss klar sein, wie die Kieler Stadtgesellschaft funktioniert und was sie von einem so großen Player auf dem Arbeitsmarkt erwartet. Wir raten dem Krieger-Konzern deshalb dringend, an seiner grundsätzlichen Einstellung zu arbeiten: Das Wirtschaften der Zukunft kann und darf nicht mehr ein Wirtschaften gegen die Natur sein, sondern muss den Anforderungen an Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz Rechnung tragen. Wenn diese Einsicht nicht kommt, wird Höffner immer ein unerwünschter Fremdkörper im Kieler Stadtbild bleiben.“

Weitere Artikel

Präsemadiiling · Kiel · 21.01.2022 Uni-Ausbau am Bremerskamp: Wichtiger Schritt für die Uni und für Kiel

Zur Vorstellung der Ausbaupläne für das Gelände am Kieler Bremerskamp durch Universität und Land erklärt Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:

Weiterlesen

Präsemadiiling · Kiel · 21.01.2022 Personalaufwuchs der Stadtverwaltung: Kiel braucht finanzielle und personelle Handlungsfähigkeit

In der Personalentwicklung der Landeshauptstadt Kiel spricht sich die SSW-Ratsfraktion eindeutig für einen geregelten Stellenaufwuchs aus. Sie stellt in diesem Zusammenhang allerdings auch klar, dass dieser Aufwuchs gebremst werden muss, sobald ein Gleichgewicht zwischen der personellen und der finanziellen Handlungsfähigkeit der Stadtverwaltung gefunden ist. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen

Präsemadiiling · Kiel · 20.01.2022 Anmietungsfonds zur Innenstadtbelebung: Verwaltung setzt Kieler SSW-Idee um

Mit ihrer Kampagne „Kieler Kiezgröße gesucht“ setzt die Verwaltung der Landeshauptstadt Kiel eine Initiative der SSW-Ratsfraktion um. Die Idee eines Anmietungsfonds, der es ermöglicht, Ladengeschäfte an vor Ort benötigtes Gewerbe weiterzuvermieten, wurde von der Rot-Grünen Mehrheitskooperation in den letzten Jahren immer wieder zerredet und abgelehnt. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen