Press release · 13.06.2022 Abkehr von der Südspange: SPD folgt SSW

Der Kurswechsel der Kieler SPD zum Thema Südspange geschieht im Widerspruch zu früheren Aussagen ihrer Ratsfraktion. Dieser Meinungswechsel geht zwar auf den von der SSW-Ratsfraktion ausgeübten Druck zurück, wirft aber allerhand Fragen auf. Dazu erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:

„Die SSW-Ratsfraktion macht schon seit einiger Zeit darauf aufmerksam, dass Kiel keine Südspange zur Anbindung der A21 braucht. Der Druck, den wir und andere aufgebaut haben, sorgte jetzt offenbar dafür, dass sich die Kieler SPD bewegt und sich von ihrer ursprünglichen Haltung verabschiedet. So sehr diese Bewegung grundsätzlich zu begrüßen ist, wirft sie doch neue Fragen auf.

Die SPD-Ratsfraktion wirkt nun unglaubwürdig, da aus ihren Reihen in der Ratsdebatte um die Südspange im Juni letzten Jahres die Aussage kam, dass keine Entscheidung über die Südspange gefällt werden kann, solange das entsprechende Gutachten der Deges noch nicht vorliegt. Das Gutachten steht immer noch aus – und dennoch hat die SPD die Entscheidung gefällt, ihre Position ‚pro Südspange‘ abzuschwächen. Wir bewerten das als ein wahltaktisches Manöver. Nicht zum ersten Mal werden die Parameter in den Rathausdebatten beliebig verschoben.

Deshalb wirft der Kurswechsel der SPD für uns einige drängende Fragen auf: Können wir uns sicher sein, dass der jetzt abgestimmte Antrag die letzte Fassung eines Trassenvorschlags ist? Oder müssen wir uns bei der SPD und ihrer Haltung zur Südspange noch auf weitere Überraschungen gefasst machen? Ist die Anbindung des Kieler Südens an die Stadtbahn berücksichtigt und sind diese Planungen miteinander vereinbar? Wie weit wird der Grüngürtel durchschnitten und beeinträchtigt? Die Belastbarkeit und Realisierbarkeit dieser Pläne muss dringend geprüft werden. Wir stellen fest: Es wäre für alle Beteiligten einfacher, wenn bei diesem Thema ein klarer Kurs gefahren würde: Gegen eine Südspange und für eine massive Aufwertung des öffentlichen Personennahverkehrs.“

Weitere Artikel

Press release · 30.09.2026 Minderheitenberichte: Jetzt ist der Erhalt auch parlamentarisch festgezurrt

Der Innen- und Rechtsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags hat heute den gemeinsamen Änderungsantrag von SSW, CDU und Bündnis 90/Die Grünen zum Erhalt der kommunalen Minderheitenberichte beschlossen. Damit ist die ursprünglich von der Landesregierung geplante Streichung der Berichtspflicht vom Tisch. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Press release · 01.10.2026 Schwarz-Grün muss beim Antidiskriminierungsgesetz deutlich nachbessern

Zur heutigen mündlichen Anhörung im Sozialausschuss zum Koalitionsentwurf für ein Antidiskriminierungsgesetz erklärt die SSW-Abgeordnete Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Press release · 01.10.2026 Christian Dirschauer: Schwarz-Grün zieht bei der Daseinsvorsorge die falsche Grenze

Der Finanzausschuss hat heute Änderungen am kommunalen Haushaltsrecht beschlossen. Dabei übernimmt die schwarz-grüne Koalition die vom SSW geforderte Aufnahme der Schwimmbäder, lehnt Bibliotheken, Frauenhäuser und Tierheime aber weiter ab. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen