Press release · 26.03.2007 Dem Philologenverband ist kein schmutziges Argument zu schade

Zur Kritik des Philogenverbandes am UNO-Sonderberichterstatter Vernor Munoz erklärt die Vorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk:

„Es ist unglaublich, mit welch unverfrorener Arroganz der Vorsitzende des Philologenverbandes Schleswig-Holstein über den UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Ausbildung herzieht. Die Tatsache, dass im Heimatland von Professor Munoz lediglich eine sechsjährige Schulpflicht besteht, sagt rein gar nichts darüber aus, ob er in der Lage ist, die Chancengleichheit in einem Bildungssystem zu bewerten. Eine derart primitive und diskriminierende Argumentation fällt nur auf den Urheber zurück und zeigt in aller Deutlichkeit, wie arrogant und verbohrt manche Teile der deutschen Lehrerschaft sich gegen Schulreformen wehren.

Professor Munoz ist von der UNO-Menschenrechtskommission beauftragt worden, die Chancengleichheit bei der Bildung zu untersuchen.  Dabei ist er nicht als erster zum Schluss gekommen, dass das dreigliedrige deutsche Schulwesen für dieses Ziel wenig geeignet ist. Dem Philologenverband geht es aber nicht um die Chancengleichheit der Kinder, sondern um den Erhalt der eigenen elitären Sonderstellung der Studienräte. Für die Vertretung standesrechtlicher Interessen ist ihm offensichtlich kein schmutziges Argument zu schade. Ich finde, Herr Siegmon sollte sich schämen.“

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