Press release · 09.02.2018 Jamaika sollte die Kirche im Dorf lassen

Jamaika wird sich nicht finanziell an der Sanierung der Kirchen auf Eiderstedt beteiligen. Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage des SSW hervor (Drs. 19/470). Hierzu erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Ganze 16 der 18 Kirchen auf Eiderstedt sind sanierungsbedürftig: Marodes Mauerwerk, defekte Dacheindeckung, Fenster und Turmbauten; mehr als 18 Millionen Euro müssen investiert werden, um die Gotteshäuser, die weitgehend im 12. Jahrhundert errichtet wurden, bis 2024 wieder auf Vordermann zu bringen. Vom Bund liegt bereits eine Zusage vor, sich mit 50 Prozent der Sanierungskosten zu beteiligen. Den Rest wird der Kirchenkreis Nordfriesland aus Spenden und Krediten stemmen müssen, denn die CDU-geführte Landesregierung wird keinen Cent dazu bezahlen. 

Und das, obwohl allein im Sondervermögen Impuls hunderte Millionen Euro schlummern. 

Da frage ich mich ernsthaft, und das nicht zum ersten Mal, wofür eigentlich das C in der CDU noch steht. Denn das kommt scheinbar nur noch zum Tragen, wenn es um so öffentlichkeitswirksame Themen wie den Gottesbezug in der Landesverfassung oder neue Feiertage geht. Sobald aber Geld ins Spiel kommt, ist es vorbei mit der christlichen Nächstenliebe. 

Für uns als SSW sind die Kirchen in den Dörfern nicht nur elementarer Bestandteil unserer Kulturlandschaft, sondern zugleich auch örtliche Infrastruktur und Daseinsfürsorge. Es ist eine Schande, dass die Landesregierung hier keinen Mitwirkungsbedarf sieht. 

Jamaika sollte die Kirche im Dorf lassen! 

Weitere Artikel

Press release · 19.08.2026 Madsens Fährenplan ist politisches Blendwerk

Zur heutigen Beratung über die Fährverbindung Missunde im Wirtschaftsausschuss erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Speech · 27.08.2026 Das Land muss endlich aus dem Strumpf kommen beim Ganztagsausbau!

„In welcher Form und in welcher Qualität es den Schulträgern gelingt die Ansprüche des Rechtsanspruchs zu erfüllen, hängt auch von der Zusammenarbeit mit den Zuständigen auf der Landesebene ab. Die Zusammenarbeit muss von Verlässlichkeit und Vertrauen geprägt sein um gemeinsam die „Mammutaufgabe“ des Ganztagsausbau zu wuppen. Denn es geht hier nicht um Peanuts, sondern um viel Geld.“

Weiterlesen

Speech · 27.08.2026 Endlich wacht Schwarz-Grün auch auf in Sachen Strompreiszonen!

„Eine regionale Strompreiszone würde zu deutlichen Preissenkungen führen. Das wiederum würde die Akzeptanz für die Energiewende wieder erhöhen, weil die Menschen bei uns im Land endlich spürbar profitieren würden. Das ist längst überfällig!“

Weiterlesen