Press release · 31.08.2000 Zweisprachige Ortsbezeichnungen in Schulatlanten

Zweisprachige Ortsbezeichnungen in Schulatlanten sind positiv

Erfreut zeigte sich der nordfriesische SSW-Abgeordnete Lars Harms aus Koldenbüttel über die Antwort der Landesregierung auf seine Kleinen Anfrage über die zweisprachigen Schul-Atlanten (Drs.15/331).

"Der SSW begrüßt, dass die Landesregierung in ihrer Antwort zur Kleinen Anfrage erklärt, sich bei der Kultusministerkonferenz dafür einsetzen zu wollen, auch die Interessen der Minderheitensprachen in Atlanten und kartographischen Werken für den Schulgebrauch zu berücksichtigen. Was für die Minderheit der Sorben in der Lausitz möglich ist, sollte auch für die Minderheiten in Schleswig-Holstein gelten. Wenn die Kultusministerkonferenz dem zustimmen würde, kommen wir ein gutes Stück voran bei der Umsetzung der Europäischen Charta für Regional- und Minderheitensprachen in Schleswig-Holstein."

Der SSW will nun dafür sorgen, dass dem Kultusministerium entsprechende Unterlagen von den beiden Organisationen der Minderheiten zur Verfügung gestellt werden.

Hintergrund der Kleinen Anfrage war ein Antrag des Landes Sachsen, in dem die Kultusministerkonferenz aufgefordert wurde, einer zweisprachigen (deutsch-sorbischen) Bezeichnung der Orte und Regionen in der Lausitz in den deutschen Schul-Atlanten zuzustimmen. Daraufhin hatte der SSW dieses auch für die Minderheitensprachen Dänisch und Friesisch im Landesteil Schleswig gefordert.

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