Pressemeddelelse · 26.04.2000 Bahn nur noch für Schlafmützen? Landesregierung soll sich für den Erhalt des Interregio nach Flensburg einsetzen

In einer gemeinsamen Presseerklärung nahmen der verkehrspolitische Sprecher der SSW- Landtagsvertretung Lars Harms und die Flensburger SSW-Abgeordnete Silke Hinrichsen Stellung zu den heutigen Zeitungsberichten über das mögliche Aus der Interregio-Linie nach Flensburg:

"Sollten sich die heutigen Zeitungsberichte über die Streichabsicht der DB bei den Interregio-Zügen als richtig erweisen, wäre dies ein weiterer Schlag für den grenzüberschreitenden Schienenverkehr im nördlichen Landesteil. Wenn die Interregio-Verbindung Niedersachsen-Hamburg-Flensburg-Dänemark nach 2001 vor dem Aus steht, verkümmert der Flensburger Bahnhof - und mit ihm der ganze Landesteil Schleswig - endgültig zum Provinzbahnhof. Grenzüberschreitende Verbindungen im Fernverkehr gäbe es dann nur noch für Schlafmützen, weil dann ausschließlich der Schlafwagenzug München-København in Flensburg halten würde."

Die beiden SSW-Abgeordneten wiesen darauf hin, dass der grenzüberschreitende Bahnverkehr im nördlichen Landesteil bereits heute stark verbesserungswürdig sei. Gerade vor dem Hintergrund einer möglichen Fehmarnbelt-Querung laufe der nördliche Landesteil Gefahr weiter abgehängt zu werden.

"Der SSW fordert daher die Landesregierung auf, sich bei der Bahn dafür einzusetzen, dass der Interregio auch nach 2001 Flensburg anläuft. Die Landesregierung muss bei den kommenden Gesprächen mit DB-Chef Mehdorn im Mai auf eine Zusage in diesem Sinne drängen," so Harms und Hinrichsen abschließend.

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