Press release · Kiel · 12.06.2025 Kiel muss bezahlbarer und sicherer werden

Zur Berichterstattung über den Absturz Kiels im Städteranking des „Glücksatlas“ erklärt Ratsherr Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:

„Die Berichterstattung der Kieler Nachrichten über Kiels Abschneiden im ‚SKL Glücksatlas‘ zeigt: Die Landeshauptstadt ist im Vergleich zum Vorjahr im Glücks-Ranking der deutschen Großstädte von Platz vier auf Platz zwölf deutlich abgerutscht. Gerade Bezieher*innen von niedrigen Einkommen sind in Kiel unglücklicher als noch im Jahr zuvor. Dabei werden begrenzter Wohnraum und wachsende Kriminalität als dominierende Negativfaktoren angeführt.

Die Situation am Kieler Wohnungsmarkt ist unbefriedigend. Die politischen Versäumnisse der Vergangenheit rächen sich jetzt. Die SSW-Ratsfraktion hat jahrelang mehr Geld für den Wohnungsbau gefordert. Erst im Haushalt 2024 – den wir mit ausgehandelt haben – ist ein Zeichen für mehr Wohnungsbau gesetzt worden. Gleiches gilt für das Thema Sicherheit, das gerade in Gaarden absolut vordringlich ist.

Einer beantragten Wache des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) in Gaarden wurde jetzt von der Verwaltung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage eine Absage erteilt. Es reicht nicht aus, wenn in einer möglichen neuen Niederlassung der Stadt in Gaarden bloß Hinweise aus der Bevölkerung für den KOD aufgenommen werden, die dann an die Leitstelle auf dem Westufer weitergeleitet werden: Der Ordnungsdienst braucht einen sichtbaren Stütz- und Anlaufpunkt, von dem aus er im Stadtteil auf Streife gehen und Präsenz zeigen kann; das würde auch ohne eine 24-Stunden-Besetzung Wirkung zeigen. 

Wenn mit dem Thema Sicherheit in Gaarden weiter so umgegangen wird, wie am Beispiel der Gaardener KOD-Wache, riskiert die Stadtspitze das Vertrauen in ihre Fähigkeiten, der Situation in Gaarden adäquat entgegenzutreten. Wir erwarten noch vor der Sommerpause Ergebnisse. Ein KOD-Büro in Gaarden ist dabei das Mindeste, was die Stadt für den Stadtteil tun kann.“

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