Press release · Kiel · 28.06.2022 Rettungsschwimmer*innen-Mangel in Kiel: Der Bund muss unterstützen

Der Mangel an Rettungsschwimmer*innen in Kiel ist ein bundesweites strukturelles Problem, das sich – bedingt durch die Coronakrise – selbst verstärkt und dem wir in Kiel als Küstenstadt angesichts der beginnenden Badesaison dringend begegnen müssen. Dazu erklärt Marvin Stephan Schmidt, sozialpolitischer Sprecher der SSW-Ratsfraktion und Ortsbeiratsmitglied in Pries-Friedrichsort:

„Es herrscht ein deutschlandweiter Mangel an ausgebildeten und verfügbaren Rettungschwimmer*innen. Gerade in Kiel, als Stadt mit mehreren öffentlichen Badestellen an der Förde ist der Mangel aber besonders augenfällig. In den vergangenen Jahren konnten aufgrund pandemiebedingt geschlossener Schwimmhallen viel weniger Rettungsschwimmer*innen ausgebildet werden, als wir jetzt brauchen. Das sorgt dafür, dass das vorhandene Personal überstrapaziert wird und gleichzeitig selbst kaum Gelegenheit hat, neue Leute auszubilden. Dieser Teufelskreis setzt sich fort.

Da es sich hier um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelt, die sich die einzelnen auch vor dem Hintergrund stark steigender Verbraucher- und Energiepreise auch leisten können müssen, ist das Problem von den Kommunen allein längst nicht mehr lösbar. Die bestehenden Bestrebungen der Landeshauptstadt zur Attraktivierung des Ehrenamts reichen dafür nicht aus. Hier muss unbedingt Hilfe von der Bundesebene kommen.

Wir haben die Arbeitsbedingungen der Rettungsschwimmer*innen bereits seit unserer Kleinen Anfrage ‚Zustand der Wachtürme an Kieler Badestränden‘ (Drs. 0083/2022) auf dem Schirm. Die Selbstverwaltung und Verwaltung der Landeshauptstadt Kiel tut hier schon einiges, ist aber in der jetzigen Situation auf Hilfe von außerhalb angewiesen, damit wir eine zufriedenstellende Situation an den Kieler Stränden erreichen können. Die Temperaturen steigen und es zieht Kieler*innen und Gäste an die Förde. Die Verwaltung muss jetzt ihre Bemühungen zur Ausbildung von Rettungsschwimmer*innen erhöhen und an den Badestellen auf die bestehende Überwachungssituation hinweisen. Damit wir Badeunfälle aber so gut es geht vermeiden können, brauchen wir dringend Unterstützung vom Bund.“

Weitere Artikel

Press release · Kiel · 20.03.2026 Sicherheitspartnerschaft Gaarden: Menschen vor Ort müssen Veränderungen spüren

Zur Beantwortung unserer Kleinen Anfrage in Bezug auf den Sachstand der Maßnahmenumsetzung im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt und Land in Kiel-Gaarden erklärt die sozialpolitische Sprecherin der SSW-Ratsfraktion, Ratsmitglied Jaqueline Hörlöck:

Weiterlesen

Press release · Kiel · 12.03.2026 Meeresvisualisierungszentrum: Grundstück sichern, Risiken minimieren, bezahlbaren Wohnraum schaffen

Zur aktuellen Diskussion um das Meeresvisualisierungszentrum erklärt Ratsherr Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:

Weiterlesen

Press release · Kiel · 11.03.2026 Frerich-Frerichs-Allee: es geht nur gemeinsam

Zum aktuellen Geschehen rund um Parkregelungen und Verkehr in der Frerich-Frerichs-Allee in Steenbek/Projensdorf erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen