Pressemeddelelse · Kiel · 17.11.2021 Pyrotechnik weiterentwickeln, Sprengstoff-Feuerwerke reduzieren

Die Zustimmung in der Bevölkerung zum privaten Silvesterfeuerwerk ist seit Jahren rückläufig. Diesem Wandel will die SSW-Ratsfraktion mit einem Antrag zur Einschränkung des Abbrennens von Feuerwerkskörpern Rechnung tragen. Wichtig dabei ist, den grundsätzlichen Wandel in der Pyro-Industrie zu begleiten und im Sinne von Bürger*innen und Umwelt zu gestalten. Dazu erklärt der SSW-Fraktionsvorsitzende Ratsherr Marcel Schmidt:

„Die Ablehnung in der Bevölkerung gegenüber dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht nimmt von Jahr zu Jahr zu. Diese Entwicklung müssen Verwaltung und Politik aufgreifen und widerspiegeln. Mit unserem Antrag ‚Feuerwerke reduzieren und pyrotechnischen Wandel konstruktiv begleiten‘ (Drs. 1034/2021) bitten wir die Verwaltung zu prüfen, wie im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten örtliche ‚Böllerverbote‘ im Kieler Stadtgebiet ausgesprochen werden können. Dabei geht es um mehrere Orte in Kiel, wie unter anderem das Bahnhofsumfeld mit dem Bahnhofsplatz, die Kiellinie, den Blücherplatz oder den Andreas-Hofer-Platz. Die Gebiete, in denen Feuerwerk ohnehin verboten ist, wie in der Nähe von Krankenhäusern, Tankstellen, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern soll die Stadt über den Jahreswechsel 2021/2022 möglichst engmaschig kontrollieren.

Das pyrotechnische Feuerwerk an sich hat ein grundsätzliches Problem: Zum Schaffen von audiovisuellen Effekten und Schauwerten werden Sprengkörper produziert, die nur einmal verwendet werden können und obendrein durch Schadstoff- und Lärmemissionen sowie über den anfallenden Müll Menschen und Umwelt belasten. Obendrein besteht beim Umgang mit diesen Sprengkörpern Verletzungsgefahr.

Der Stand der Technik ist eigentlich schon weiter: Mit Lasershows und KI-gesteuerten Drohnenballetts lassen sich gleich- oder sogar höherwertige audiovisuelle Spektakel produzieren, deren grundlegende Ressourcen nicht nur wiederverwendbar sind, sondern auch wesentlich emissionsärmer arbeiten. Die Entwicklung vom pyrotechnischen zum drohnen- und laserbasierten ‚Feuerwerk‘ ist damit längst vorgezeichnet. Sie muss nur noch gemacht werden. Da es in Kiel ansässige pyrotechnische Herstellung gibt, ist es im Interesse der Landeshauptstadt Kiel, diese Arbeitsplätze abzusichern, indem sie den Transformationsprozess begleitet und dem pyrotechnischen Gewerbe beispielsweise durch Vermittlung eigenen Know-Hows im Veranstaltungsbereich oder Ordnungsrecht Wege aufzeigt, um technologisch wieder vor die Entwicklung zu kommen. Die SSW-Ratsfraktion Kiel steht sowohl mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) als auch mit dem Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) in Kontakt. Den Weg in die Zukunft des emissionsarmen Feuerwerks können wir nur gemeinsam gehen.“

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