Pressemeddelelse · Kiel · 27.04.2021 SSW-Ratsfraktion: zügig entscheiden und Kieler Schloss nicht zum Wahlkampfthema machen

Die zukünftige Nutzung des Kieler Schlosses soll nach Ansicht der Verwaltung in einem langwierigen Werkstattverfahren ausgearbeitet werden. Die SSW-Ratsfraktion befürchtet, dass dadurch die Entscheidung über das Schloss vom nächsten Kommunalwahlkampf beeinflusst wird und gute Ideen, die bereits jetzt auf dem Tisch liegen, verwässert werden. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Marcel Schmidt:

„Die SSW-Ratsfraktion war bereits 2018 Mitantragstellerin des interfraktionellen Ratsantrags ‚Kieler Schloss und Konzertsaal‘. Darin beschlossen wir, eine Machbarkeitsstudie für ein Kultur- und Kongresszentrum durchzuführen. Das Kongresszentrum ist laut Geschäftlicher Mitteilung der Verwaltung im Schloss nicht zu realisieren, ein Kulturzentrum nach unserer Auffassung nach aber immer noch möglich.

So wurde zum Beispiel vor der Corona-Pandemie vielfach die Idee eines Museums zur Kieler Stadtgeschichte diskutiert. Dafür wäre das Schloss aus unserer Sicht sehr geeignet, da es mit seiner eigenen dänischen Geschichte zusätzlich dazu einlädt, diese mit der Stadtgeschichte Kiels auf interessante Weise zu verknüpfen.

Es geht jetzt darum, so zügig wie möglich in die Prüfung und Diskussion um ein kulturelles Zentrum mit einem Museum zur Kieler Stadtgeschichte einzusteigen. Die Wahlperiode ist längst in ihrer zweiten Hälfte angekommen. Bereits 2023 sind Kommunalwahlen und das von der Verwaltung favorisierte Werkstattverfahren soll erst 2022 stattfinden - dann ist die Corona-Pandemie hoffentlich überstanden, aber auch die Kommunalwahl bereits vor der Tür. Mit der Auswertung der Ergebnisse des Werkstattverfahrens geraten wir dann voll in den Wahlkampf- das wird der Sache nicht guttun, denn es kann dazu führen, dass die Ergebnisse des Werkstattverfahrens im Profilierungswettstreit der Parteien untergehen und zerredet werden. Wir sind der Auffassung, dass die Zukunft des Kieler Schlosses eine zu große Tragweite hat und obendrein ein tragfähiger Konsens herrscht, um zeitnah eine Entscheidung zu treffen, wie wir das Kieler Schloss als Kulturzentrum weiterentwickeln wollen. Dabei soll eine breite Bürgerbeteiligung auf digitalem Wege stattfinden.“

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